Quelle.de: Das Markenerbe zahlt sich aus

Quelle.de: Das Markenerbe zahlt sich aus

Vier Monate nach dem Start von Quelle.de sieht sich der Marktplatz, Tochter der Otto Group, auf Erfolgskurs. Die Zahl der Artikel auf der Plattform hat sich vervierfacht. Über eine Million Artikel werden nun angeboten. Über 350 Händler stehen unter Vertrag. Auch die Ertragslage sei gut, so Geschäftsführer Tim von Törne: „Wir verzeichnen wöchentlich konstant ansteigende Verkäufe.“ Zu den Bestsellern gehören erwartungsgemäß unter anderem Waschmaschinen der Quelle-Marke Privileg. Die Chancen für...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Über 350 Händler stehen unter Vertrag. Auch die Ertragslage sei gut, so Geschäftsführer Tim von Törne: „Wir verzeichnen wöchentlich konstant ansteigende Verkäufe.“ Zu den Bestsellern gehören erwartungsgemäß unter anderem Waschmaschinen der Quelle-Marke Privileg. Die Chancen für weiteres Wachstum stehen gut.Ein Barometer für das Kundeninteresse ist der Kundenkontakt. Die Zahl der Kundenanfragen hat sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. Bis zu 12.000 Anrufe und E-Mails gehen monatlich bei den Beratern im hauseigenen Kundencenter ein – Tendenz steigend.

Der Marktplatz bietet ausschließlich Neuware externer Händler aus den Sortimenten Elektronik, Wohnen, Sport & Hobby sowie Garten & Baumarkt. Marktplatzbetreiber Quelle.de kümmert sich um die Koordination aller mit dem Kauf verbundenen Dienstleistungen.

Quelle.de soll Standard der Branche werden

Die Pläne mit Quelle.de sind ehrgeizig. Der Pure Player im Web soll zum "neuen Standard der Branche" werden, so Otto-Konzernchef Hans-Otto Schrader, der einen Umsatz im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich anpeilt. Bislang, so scheint es, wird also der Mut belohnt. Denn Quelle.de definiert sich als Marktplatz für andere Anbieter. Das Unternehmen betreibt keinen eigenen Warenversand. Stattdessen kommt das Paket direkt von den beteiligten Verkäufern.

Und auf deren Zuspruch ist Quelle auf Gedeih und Verderben angewiesen. Quelle muss Masse bieten und den Verkäufern Umsatzchancen schaffen. Nur dann kann es im Wettbewerb mit dem Partnerprogramm von Amazon und auch mit Ebay, das im Mai mit großem medialen Aufwand den Kurswechsel zu einer Handelsplattform für gewerbliche Verkäufer mit Festpreisen eingeläutet hat, bestehen.

Vorteil Markenerbe

Quelle kann und muss dabei gegenüber Kunden und Händler sein Markenerbe ausspielen. Die Marke steht noch immer für Verlässlichkeit. Das Vertrauen ist hoch. Erst recht weil das Unternehmen zusichert, nur mit Verkäufern mit schnellem und bewährtem Versandmanagement zu kooperieren, dürfte Quelle.de damit als Dach der Händler mehr Zutrauen erhalten als manche Partner-Plattformen im Markt, auf denen sich zuweilen schwarze Schafe tummeln. Von diesem Vertrauen werden auch die Händler beim Umsatz profitieren.

So gesehen erscheint das Konzept weniger wagemutig als vielmehr folgerichtig. Ebenso wie der von Geschäftsführer Tim von Törne erhobene Anspruch, ein Start-up zu sein. Unternehmen im Web sind nie in Beton gegossen. Sie wachsen und wandeln sich mit ihren Kunden und deren Wünschen. Die junge Quelle, die sich jetzt auf Technik und Wohnen konzentriert, könnte also schon bald mächtig sprudeln. Auch mit neuen Sortimenten.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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