Spreadshirt: Soll Werbekampagne im TV das Börsenfieber schüren?

Spreadshirt: Soll Werbekampagne im TV das Börsenfieber schüren?

Ist es nur eine TV-Kampagne oder der Turbo, um die Zahlen für den Exit Richtung Börse weiter zu pushen, über den bei Spreadshirt alle Jahre wieder spekuliert wird? Fest steht: Spreadshirt legte 2011 beim Umsatz um 43% auf 45,8 Millionen Euro zu und geht nun in die Werbeoffensive: Unter dem Motto „Deine Klamotten – deine Kreation“ fällt heute der Startschuss für eine europaweite TV-Kampagne, die Spreadshirt-Chef Philip Rooke bereits im Interview mit etailment ankündigte.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Fest steht: Spreadshirt legte 2011 beim Umsatz um 43% auf 45,8 Millionen Euro zu und geht nun in die Werbeoffensive: Unter dem Motto „Deine Klamotten – deine Kreation“ fällt heute der Startschuss für eine europaweite TV-Kampagne, die Spreadshirt-Chef Philip Rooke bereits im Interview mit etailment ankündigte.

Exciting Commerce spekulierte schon 2011 - nicht völlig grundlos - über Exit-Optionen der Spreadshirt-Investoren. Der Zeitpunkt wäre nun noch günstiger. Ein erfolgreicher Börsengang von Facebook würde ein positives Klima für weitere IPO bereiten. Zudem sehen die Zahlen und Erwartungen für Spreadshirt sehr gut aus.

60 Millionen Euro Umsatz sind für 2012 durchaus wahrscheinlich. Gleichzeitig läuft die internationale Expansion auf Hochtouren. In den USA erreicht Spreadshirt bereits einen Umsatz von 14,5 Millionen Euro, verdoppelt seinen Umsatz sogar kontinuierlich und plant einen weiteren Produktionsstandort in Las Vegas. Darüber hinaus baut Spreadshirt Teams und Partnerschaften für ganz neue Märkte auf. Australien, Brasilien und die Türkei stehen dabei ganz oben auf der Liste für die nahe Zukunft.

Es wird also mächtig investiert. Auch in der Kommunikation. Das Werbevolumen für die Kampagne dürfte brutto einen zweistelligen Millionenbereich erreichen: Hierzulande ist der Spot (Agentur: inhouse; Produktion/Media: DC Media) unter anderem bei ProSieben, Kabel 1, N24 sowie während der EM-Berichterstattung auf den Öffentlich-Rechtlichen Sendern zu sehen. Die sprachlich adaptierten Versionen des 20-Sekünders werden in den kommenden Wochen in weiteren Kernmärkten wie UK und Frankreich ausgerollt. Flankierend kommen klassische Online-Werbung und Social Media zum Einsatz.

Sollte die Kampagne zünden, könnten Beteiligungsgesellschaften wie Accel und Kennet Partners, die seit Jahren in Spreadshirt investieren, Kassen machen wollen. Denn das einstmals anvisierte Ziel von 100 Millionen Euro liegt trotz rasanter Zuwächse noch in weiter Ferne.

Einen Exit bis zum 11.11.2012 hielt noch im November Jochen Krisch für denkbar. Auch wenn ein Umsatz von 100 Millionen Euro die weitaus bessere Börsenstory wäre.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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