TGIF (5): Essen auf Rädern

TGIF (5): Essen auf Rädern

Meine Mutter war ihrer Zeit weit voraus. Sie konnte nicht kochen. Können ja heute immer mehr Menschen nicht. Zur Freude der Tiefkühlindustrie, der Gastro-Szene und der Fast-Food-Kultur.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
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Auch zur Freude der digitalen Entrepeneure. Schon seit einigen Jahren bemühen sich Anbieter wie KommtEssen, Kochzauber oder HelloFresh im Web um Kunden, die bei der Zusammenstellung der Zutaten und bei den Rezepten scheitern. Sie liefern kochfertig zusammengestellte Tüten mit allen Zutaten nach Hause. Kochen muss man noch selbst. Auch pfeffern und salzen. Aus frühkindlicher Erfahrung weiß ich, das ist ein Minenfeld am Herd.

Es geht, der digitalen Disruption sei Dank, noch einfacher. Eine neue Generation der Web-Gastronomie bietet eine hippe Version von „Essen auf Rädern“. EatFirst oder auch Foodora und eine Reihe anderer Anbieter liefern binnen kurzer Zeit für kleines Geld. Frisch zubereitete Gerichte. Aus schickeren Restaurants. Quasi ein Pizza-Bote in edel.

Das Wiesbadener Start-up Munchee bringt fertig zubereitete Gerichte sogar im Aromabeutel. „Gourmet- Erlebnis für Zuhause“ nennt so etwas Mitbewerber Kukimi, der seine Mahlzeiten gleichfalls im Beutel liefert. Kreativ, kulinarisch, Zeit sparend wollen die Anbieter sein.

Was meine Mutter versteht: Kochbeutel. Das kennt sie vom Reis. Wasser heiß machen, das kann sie. Das kann was werden.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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