TGIF (7): App-Experte Schwiegermutter

TGIF (7): App-Experte Schwiegermutter

Meine Schwiegermutter hat jetzt das Joggen entdeckt. Zwar ist sie ganz sicher (70+) kein „Digital Native“, trotzdem läuft sie mit iPhone und Jogging-App. Jetzt teilt sie der ganzen Familie mit, wo und wie schnell sie läuft. Danke, Internet.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Und sie nervt mit Fragen. Die erste: Warum kann man mit der App nur Tech-Gadgets zum Laufen kaufen (Sie hat schon zwei bestellt), warum nicht auch Laufschuhe? Die wichtigere Frage aber ist eine Denksportaufgabe für den Handel: „Warum gibt es solch eine App nicht auch beispielsweise von Runners Point oder Sport-Scheck – dann aber mit integriertem Shop für die neuen Schuhe?“ Schwiegermutter ist sich sicher. Dann würde sie öfter (online) shoppen. Einfach, weil sie die Sport-App öfter nutzt als jede Shopping-App.

Der Handel denkt womöglich auch mobil noch zu sehr in Ladenkonzepten. Spannender als die Brückentechnologie Shop-App „mit Fähnchen“ wären nutzungsorientierte und situationsbasierte Shopping-Apps. Beispielsweise eine Wetter-App, die mir montags sagt, welches Wetter am Wochenende ist, und mir dann die im integrierten Shop empfohlenen Gummistiefel von „Konsum.buy“ bis Freitag liefert.

Die Generation App denkt nicht mehr in zentralen Marken-Kategorien, sondern organisiert ihr Leben dezentral per Handy. In dieser Generation ist sogar eine Welt ohne Händler vorstellbar. Nicht aber eine Welt ohne alltagstaugliche Apps.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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