Ver.di will nicht gegen Müller einschreiten

Ver.di will nicht gegen Müller einschreiten

2 Min.Aktualisiert am
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Ver.di hat die Drogeriekette Müller für das Sammeln von Mitarbeiter-Krankendaten gerügt. Allerdings ermitteln jetzt die Datenschützer gegen das Unternehmen.

Der Gewerkschaft ver.di liegen nach eigenen Angaben ähnliche Hinweise vor. Das Unternehmen wollte sich dazu bislang nicht äußern. Ver.di will zunächst nicht rechtlich gegen die Ulmer Drogeriekette Müller vorgehen. "Bislang sind keine rechtlichen Schritte geplant", sagte Rainer Dacke, Handelsexperte bei Ver.di, heute der Deutschen Presse-Agentur dpa in Ulm.

Fragen streichen, fordert Ver.di

Die Gewerkschaft fordert das Unternehmen jedoch auf, künftig ihre Mitarbeiter nicht mehr bei einem sogenannten Krankenrückkehrgespräch nach der genauen Ursache der Erkrankung zu fragen.

Auch die Frage, ob die Genesung vollständig abgeschlossen sei, müsse gestrichen werden, verlangt Dacke. "Das ist eine Frage, die da nicht hingehört." Das Unternehmen wollte sich bislang zu den Vorwürfen nicht äußern.

Nach Rückkehr zum Chef

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" müssen die rund 18.000 Beschäftigten dem Unternehmen regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. Wer krankheitsbedingt ausfalle, werde nach seiner Rückkehr zu einem Gespräch mit dem Vorgesetzten zitiert, berichtete ein Mitarbeiter dem Blatt. Ver.di hat nach ihren Angaben ähnliche Hinweise aus der Belegschaft erhalten.

Nach Lidl und Daimler wäre dies die dritte Affäre um Krankendaten von Beschäftigten, die in diesem Monat bekannt wurde.

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