
Ver.di will nicht gegen Müller einschreiten
Ver.di hat die Drogeriekette Müller für das Sammeln von Mitarbeiter-Krankendaten gerügt. Allerdings ermitteln jetzt die Datenschützer gegen das Unternehmen.
David WöllensteinRedakteurFragen streichen, fordert Ver.di
Die Gewerkschaft fordert das Unternehmen jedoch auf, künftig ihre Mitarbeiter nicht mehr bei einem sogenannten Krankenrückkehrgespräch nach der genauen Ursache der Erkrankung zu fragen.
Auch die Frage, ob die Genesung vollständig abgeschlossen sei, müsse gestrichen werden, verlangt Dacke. "Das ist eine Frage, die da nicht hingehört." Das Unternehmen wollte sich bislang zu den Vorwürfen nicht äußern.
Nach Rückkehr zum Chef
Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" müssen die rund 18.000 Beschäftigten dem Unternehmen regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. Wer krankheitsbedingt ausfalle, werde nach seiner Rückkehr zu einem Gespräch mit dem Vorgesetzten zitiert, berichtete ein Mitarbeiter dem Blatt. Ver.di hat nach ihren Angaben ähnliche Hinweise aus der Belegschaft erhalten.
Nach Lidl und Daimler wäre dies die dritte Affäre um Krankendaten von Beschäftigten, die in diesem Monat bekannt wurde.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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