Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz

Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz

Der Onlinehandel steht im Fokus von Poiltik und Verbraucherschützern. Es geht um die angeblich nebulöse Preisgestaltung. Der Branchenverband weist jede Kritik zurück.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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In den letzten Jahren habe es immer wieder Berichte und Beschwerden von Verbrauchern über Preisdiskriminierungen beim Einkauf per Mausklick gegeben, hieß es  aus dem NRW-Ministerium. Dabei sei es etwa um Preiszuschläge für Nutzer bestimmter Geräte, für Bewohner teurer Viertel oder für bestimmte Nationalitäten gegangen.

"Das Ausmaß ist nicht bekannt. Es gibt aber immer wieder Einzelfälle, die ans Tageslicht kommen, etwa bei Pauschalreisen. Wie Preise zustande kommen, ist häufig eine Art Geschäftsgeheimnis", stellte Miika Blinn vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin fest.

Stündlich neue Preise bei Elektronikprodukten

Individuelle Preise seien zwar nicht illegal, von dieser Praxis profitiere jedoch zunächst der Anbieter, weil finanziell bessergestellte Kunden oft bereit seien mehr zu zahlen, so Blinn. Für die Kunden forderte der Verbraucherschützer vor allem mehr Transparenz. Die Unternehmen sollten offenlegen, welche personenbezogenen Daten in die Berechnung eingingen. Verbrauchern rät der Experte zur Nutzung mehrerer verschiedener Preissuchmaschinen.

Der Präsident des Bundesverbandes Onlinehandel, Oliver Prothmann, wies die Kritik zurück. "Ich sehe keine Notwendigkeit für die Politik einzugreifen", sagte er. Dynamische Preise habe es im Handel schon immer gegeben. "Das Besondere am Onlinehandel ist, dass wir eine extreme Transparenz haben", so Prothmann.

So seien etwa beim Einkauf von Elektronik-Produkten oft stündliche Preisänderungen zu beobachten. Von einer Individualisierung der Preise könne zudem auch der Kunde profitieren, wenn ihm dadurch etwa die Möglichkeit zum Handeln eröffnet werde. Es könne jedoch Sinn machen, gegen möglichen Missbrauch bei der Preisbildung vorzugehen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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