
Verdi ruft zu bundesweiten Streiks im Handel auf
Die Gewerkschaft Verdi rief Handelsmitarbeiter in acht Bundesländern zu Warnstreiks und Aktionen auf. 10.000 Handelsbeschäftigte sollten sich jeweils an.
Björn BöerChefredakteurFür die 440.000 Beschäftigten der Branche fordert die Gewerkschaft 6,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 135 Euro. Das von den Arbeitgebern in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot sieht eine Anhebung der Gehälter von 1,5 Prozent in einer ersten Stufe und um weitere 0,5 Prozent in einer zweiten Stufe vor. "Die Tarifkommissionen legen großen Wert auf einen stärkeren Anstieg der unteren Entgeltgruppen als soziale Komponente", so Verdi.
Zügige Verhandlungen erwünscht
"Die Handelsbeschäftigten wollen spürbar mehr Geld und sie wollen die Verhandlungen zügig zu einem ordentlichen Abschluss führen. Das machen wir den Arbeitgebern nach den ersten Verhandlungen nochmal ganz deutlich", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane.
Warnstreiks von Beschäftigten im Einzelhandel gab es bereits Anfang Mai in Baden-Württemberg und Bayern.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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