
Verdi will mehr als 6 Prozent
Der deutsche Einzelhandel steuert erneut auf eine schwierige Tarifrunde zu: Die Arbeitgeber wiesen erste regionale Forderungen der Gewerkschaft Verdi zurück.
Björn BöerChefredakteurDie bisher vorgelegten Forderungen zeigten, dass die Gewerkschaft sich mit der Krise und deren Folgen für die Beschäftigung im Handel nicht auseinandergesetzt habe, kritisierten die Arbeitgeberverbände.
"Das beste Konjunkturprogramm"
Verdi hatte dagegen in Baden-Württemberg argumentiert, dass mehr Geld für die Beschäftigten „das beste Konjunkturprogramm" sei. Die ersten Verhandlungsrunden, die regional geführt werden, sind laut Verdi nach derzeitiger Planung von Ende März an vorgesehen.
Der Pilotabschluss in der zurückliegenden Tarifrunde war im Juli 2008 in Baden-Württemberg erzielt worden. Demnach bekamen die Beschäftigten rückwirkend zum 1. April 2008 für ein Jahr 3 Prozent mehr Geld sowie eine Einmalzahlung von 400 Euro. Eine Lösung wurde erst nach 15 Monaten erreicht.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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