
Verschärfte Maßnahmen gegen Gewalt im Internet
Die Internet Service Provider (ISP) in Deutschland werden verschärfte Maßnahmen gegen die Darstellung von Gewalt im Internet ergreifen. Dies teilte der eco-Verband nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder mit.
David WöllensteinRedakteurIm Rahmen der Gespräche hat der eco-Verband für die Internet Service Provider zugesagt, einen angemessenen selbstregulierenden Verhaltenscodex zu entwickeln und bei den zuständigen Gremien wie der Internet Content Task Force (ICTF) und der Internet Hotline Provider Association (Inhope) einzubringen.
Als Sofortmaßnahme hat der deutsche eco-Verband die Führung des internationalen Gremiums zur Bekämpfung illegaler Inhalte im Netz unter dem Dach von Inhope übernommen. Inhope arbeitet auf globaler Basis, um gesetzeswidrige Aktivitäten wie beispielsweise die Verbreitung kinderpornographischen Materials im Ursprungsland zu bekämpfen. Nach eigenen Angaben hat die Organisation, die im November 1999 vom eco-Verband gemeinsam mit Internetverbänden anderer Länder gegründet wurde, bereits in vielen Fällen zur Überführung von Straftätern beigetragen. Private Internetnutzer, denen anstößige Inhalte im Netz auffallen, können sich direkt an Inhope beziehungsweise eco wenden, damit Maßnahmen ergriffen werden können, um die weitere Verbreitung dieser Inhalte zu stoppen.
Einen weiteren Schwerpunkt legt die Internetwirtschaft auf die Verstärkung des Jugendschutzes. Die Internet Service Provider wollen künftig benutzerautonome Filtersysteme bereitstellen, mit denen Eltern und Erziehungsberechtigte unerwünschte Inhalte von den Computern ihrer Kinder wirksam fernhalten können. Dazu will der eco-Verband auch durch diverse Kampagnen die Medienkompetenz der Verbraucher stärken. So ist unter anderem eine Broschüre zum Jugendschutz geplant, die an Schulen verteilt werden soll. (ST)
KONTAKT:
eco Electronic Commerce Forum e.V.
Verband der deutschen Internetwirtschaft
Arenzhofstraße 10
50769 Köln
Tel. 0221-9702407
Internet: www.eco.de

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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