Viele Jugendliche ungeeignet für die Lehre

Viele Jugendliche ungeeignet für die Lehre

2 Min.Aktualisiert am
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Jeder zweite Schulabgänger ist nicht qualifiziert für eine Berufsausbildung und muss vor Beginn speziell gefördert werden. Das bringt einige Branchen in Schwierigkeiten.

Zwar sei die Zahl der von der Bundesagentur für Arbeit als "nicht ausbildungsreif" eingeschätzten Jugendlichen zwischen 2005 und 2008 wieder leicht zurückgegangen - und zwar von 55 Prozent auf 47,3 Prozent. Doch gebe es für diese Gruppe der Schulabgänger immer noch erhebliche Probleme bei der Ausbildungsplatzvermittlung.

Fachkräftemangel befürchtet

"Nach wie vor erreicht eine große Zahl junger Menschen weder den Schulabschluss noch eine vollqualifizierende Ausbildung", heißt es in dem Bericht. Die deutsche Wirtschaft werde aber wegen der geburtenschwachen Schulabgängerjahrgänge "schon bald jeden jungen Menschen brauchen".

Die Regierung fordert deshalb sowohl von den Unternehmen als auch von der Bildungspolitik der Länder, sich verstärkt dieser Gruppe anzunehmen - "schon aus Eigeninteresse für die eigene Fachkräftesicherung".

Lehrstellen bleiben unbesetzt

Laut Bericht ist fast jeder zweite bis dritte Lehrstellenbewerber nach seinem Schulabgang länger als ein Jahr auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz gewesen. Aber nicht nur ein Teil der Jugendlichen habe Probleme, eine Lehrstelle zu finden.

Auch Unternehmen beklagten zunehmend Schwierigkeiten, ihre angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Bei Betriebsumfragen werde als Hauptursache "mangelndes Leistungsvermögen und die unzureichende schulische Qualifikation der Bewerber" genannt.

Vor allem in der Gastronomie und im Lebensmittelhandel seien zehn bis 15 Prozent der angebotenen Lehrstellen nicht zu besetzen gewesen. Nachwuchsprobleme gebe es inzwischen auch bei Klempnern, Fleischern und Gebäudereinigern.

Der Handelsverband Deutschland hatte aber Anfang dieses Jahres mitgeteilt, dass die Ausbildungsbilanz für 2009 zufriedenstellend sei.

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