Virtual Reality transportiert das Einkaufserlebnis in neue Welten - KaufDa zeigt, wie das aussehen kann

Virtual Reality transportiert das Einkaufserlebnis in neue Welten - KaufDa zeigt, wie das aussehen kann

Vor - in der Internet-Rechnung - langer, langer Zeit stellte Tesco ein Konzept für den Einkauf von der Couch per Virtual Reality mit der Datenbrille vor. Die Bonial.com Group stellt mit ihrer Marke kaufDA nun eine Virtual Reality App vor, mit der digitale Handelswerbung und die Produkt-Welt des Einzelhandels dank der Spezialbrille Oculus Rift erstmals im virtuellen Raum vereint werden. Das aber ist nicht das einzige Beispiel, mit dem uns VR in eine neue Realität für Konsumenten transportiert.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Schon 2014 schickte die Hotelkette Marriott ihre Gäste in einer "Teleporter"-Box virtuell an simulierbare Orte der Welt. Für das virtuelle Reiseerlebnis konstruierte Marriot eine Art High-Tech-Telefonzelle, einen „4D-Teleporter“, in den sich Kunden mit einer Oculus Rift 3D-Brille stellten und dann in der mit Technik vollgepackten Zelle mit Gerüchen, Wind und Luftfeuchtigkeit passend zum virtuellen Ort (Strand, Wald, Metropole) umspielt wurden. Eine hübsche Promo-Idee für Fußgängerzonen und größere Reisebüros, die von Framestore in Los Angeles gebaut wurde.

Das jüngste VR-Projekt von Framestore für Marriott ist ein “VRoom Service”, die den Gästen im Hotelzimmer eine virtuelle Erfahrung ermöglicht. Dazu gibt es für Gäste, wenn auch vorerst nur für Experten-Vorführungen, im New York Marriott Marquis und im London Marriott Park Lane ein Samsung Gear VR Headset. Damit lassen sich dann eines Tages womöglich Ausflugsziele und Shopping-Destination in 360-Grad–Ansicht virtuell begutachten.

Teil der Konzeptidee sind "VR Postcards" von Marriot mit denen sich dann der Weg eines Reisenden virtuell nachverfolgen lässt. Ein Fernziel: virtuelle 360-Grad-Videos für die Lieben daheim - statt der antiquierten Postkarte.

Hightech-Brille plus App für das Shopping von Morgen



Mit „kaufDA VR for Oculus Rift“ geht Bonial nun noch einen Schritt weiter und zeigt auf, wie virtuelle Erlebniswelten das Shopping von Morgen gestalten könnten. Die Hightech-Brille plus App verspricht dem Nutzer, dass er durch virtuelle 360°-Räume mit 3D-Erlebnis spazieren kann, das virtuelle Ladengeschäft so von der Couch aus besuchen kann und dann auch gleich die Angebote und Preise begutachtet und in einem weiteren Schritt favorisierte Produkte über das Headset zum persönlichen Einkaufszettel auf das Smartphone übertragen kann.

Wer braucht das gegenwärtig?
Niemand.

Wer wird das alsbald nutzen?

Wenige Freaks. Denn der Preis für die Oculus Rift, wenn sie denn dieser Tage in den Handel kommt, wird jenseits klassischer Handelzettel- und Schweinebauch-Anzeigen-Kunden liegen. Noch dazu braucht es für den Einsatz der Oculus Rift einen leistungsfähigen PC.

In der Demo kommt der simulierte 3D-Showroom, im Video beispielsweise das Möbelhaus Höffner, denn auch noch eher etwas Minecraft-Pixelig daher.

Aber!

Immerhin aber ist das Konzept von Bonial/KaufDa ein Anfang und ein wichtiger Versuch, die Möglichkeiten neuer Technologien einmal jenseits der Gaming-Szene insbesondere für den stationären Handel zu erforschen. Erfrischend zudem, dass hier ein deutsches Unternehmen (Bonial gehört zum Verlagshaus Axel Springer) Innovationen aufzeigt, die das Zeug dazu haben, in wenigen Jahren das Einkaufserlebnis völlig neu zu gestalten.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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