Warum Empfehlungen im Warenkorb gefährlich sind - und wie Sie das Risiko vermeiden

Warum Empfehlungen im Warenkorb gefährlich sind - und wie Sie das Risiko vermeiden

Haben Sie schon mal Waren an der Einkaufskasse einfach stehen lassen? Eher selten. Ist ja auch irgendwie unangenehm. Online schlägt das schlechte Gewissen nicht so laut. 75% aller Warenkörbe werden abgebrochen oder vergessen. Was dort also in Warenkörben zurückgelassen wird, dürfte das Buttosozialprodukt manch eines Staates erreichen.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Registrierungszwänge, miese Usabilty, unpassende Zahlverfahren – Gründe für verwaiste Warenkörbe gibt es viele.

Vielfach unbeachtet bleibt aber das schlechte Timing zusätzlicher Empfehlungen im Umfeld der Warenkorbansicht.

Stellen Sie sich bitte lediglich vor, sie hätten sich bei Zalando bereits für einen Winterschal entscheiden und dann wird ihnen beim Checkout - Cross-Selling ist ja eine tolle Sache – ein anderer Schal als Super-Schnäppchen empfohlen.

Was tut der Kunde?

1) Er bleibt bei ihrer Wahl

2) Er kauft den billigen Schal auch noch

3) Er ändert die Auswahl und kauft nur das Angebot

4) Er ist verunsichert und schaut erstmal bei Amazon nach.

Anders gesagt: Sie haben eine Fifty-Fifty-Chance, sich den Umsatz zu versauen.

Sie könnten also beim Checkout-Prozess auf Nummer sicher gehen und ganz auf Empfehlungen verzichten.

Doch warum?

Eine intelligente Software - und eine intelligente Programmierung- helfen, günstige Angebote auszuklammern und zeigen Produkte von früheren Shop-Besuchen oder passende Bestseller. Ebenso sind auch passende Teile zum aktuellen Kauf sinnvoll.

Hilfreich können dabei Scoring-Verfahren in Echtzeit sein, die eine Prognose des Kundenverhaltens abgeben, die Abbruchwahrscheinlichkeit berechnen und dann entsprechende Reaktionen auf der Website einbauen. Anreize wie Rabatte oder der per Banner angezeigte Verzicht auf Versandkosten können dann wankelmütige Kunden womöglich umstimmen.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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