Weltbild-Chef Halff sagt großes Sterben der Buchläden voraus

Weltbild-Chef Halff sagt großes Sterben der Buchläden voraus

2 Min.Aktualisiert am
Teilen

Zwar lesen die Deutschen weiterhin Bücher, aber sie kaufen diese nicht mehr in den Läden. Bestellt wird im Internet. Deswegen reduzieren Weltbild und Hugendubel ihre stationären Flächen.

Weltbild-Chef Carel Halff sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Die Zeit der traditionellen Buchhandlung mit vielen zehntausend Titeln geht zu Ende. Diese Vielfalt kann das Internet besser." Vor allem in den kommenden drei Jahren werde es bei der gemeinsamen Holding von Weltbild und Hugendubel, DBH, weitere Verkleinerungen und Schließungen geben.

Mittelfristig droht Aus für die Hälfte der Standorte

Mittelfristig werde der gesamte deutsche Buchmarkt 50 Prozent der Verkaufsfläche und damit eine vergleichbare Zahl an Standorten stilllegen, prognostizierte Halff. Buchläden würden künftig nur noch eine Komplementärfunktion zum Onlinegeschäft haben.

Die DBH umfasst nach Weltbild-Angaben 420 Filialen, darunter auch rund 30 Buchhandlungen der Marke Jokers. Im Jahr 2007 seien es noch 520 Filialen gewesen, sagte die Sprecherin. Die Verlagsgruppe Weltbild/DBH beschäftigt rund 6.800 Mitarbeiter, etwa 2.300 davon in Augsburg.

Am Mittwoch (10. Oktober) wird in Frankfurt die Buchmesse eröffnet.

dpa/wim

Teilen

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

10.800+ Entscheider lesen das Morning Briefing · ≈ 50 % Öffnungsrate

  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.