Werben mit schmalem Budget: Tipps für kleine Händler

Werben mit schmalem Budget: Tipps für kleine Händler

Wie werben? Wo werben? Gerade mittelständischen Händlern stellt sich die Frage, wie sie ihr schmales Budget für das Marketing möglichst geschickt einsetzen. Die Frage stellt sich für stationäre Händler (Lohnt lokale Zeitungswerbung noch?) ebenso wie für Anbieter mit einem Webshop (Muss ich mich in Adwords reinfuchsen?). Die gute Nachricht: Um Aufmerksamkeit und Umsätze zu steigern, braucht es keine Raketenwissenschaft.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Wie werben? Wo werben? Gerade mittelständischen Händlern stellt sich die Frage, wie sie ihr schmales Budget für das Online-Marketing möglichst geschickt einsetzen. Die Frage stellt sich für stationäre Händler (Lohnt lokale Displaywerbung ?) ebenso wie für Anbieter mit einem Webshop (Muss ich mich in Adwords reinfuchsen?). Die gute Nachricht: Um Aufmerksamkeit und Umsätze zu steigern, braucht es keine Raketenwissenschaft.

E-Mail-Marketing

Allen Social-Media-Aktivitäten zum Trotz: E-Mail-Marketing ist immer noch einer der sinnigsten Wege, um Kunden anzusprechen. Kunden nutzen Newsletter immer noch gerne, um über Angebote und neue Produkte auf dem Laufenden zu bleiben. Für Händler sind sie zudem ein recht kostengünstiger Kommunikationsweg. Wenn einige zentrale Regeln und Basics beachtet werden, Einsatz und Gestaltung stimmen, und die Wünsche der Kunden berücksichtigt werden, können sie erheblich zum Mehrumsatz beitragen und Kunden reaktivieren. Erst recht, wenn man die Nutzung entsprechend analysiert und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Ansprache nutzt.

Lokale Suche

Gerade Händler mit einem Laden in Mittelzentren übersehen oft die Bedeutung der lokalen Suche, weil sie glauben, mit ihrem Schaufenster bereits genug Sichtbarkeit zu erzeugen. Ein Irrtum. Denn viele Kunden im Einzugsgebiet nutzen vor dem Einkauf erst einmal die Google-Suche. Es gilt also, die eigene Website so zu bauen und zu betexten, dass Google alle relevanten Informationen erkennt. Zusätzlich sollte man die lokalen Feature von Google+ nutzen und Google Places mit so vielen Informationen wie möglich füttern. Dann kann man über weitere SEO-Maßnahmen (Video, Youtube, Blog, Bilder, Kundenbewertungen, etc) nachdenken, um seine Position im Ranking zu verbessern.

Social Media

Ja doch: Social Media, allen voran Google+, verbessert als Ranking-Faktor nicht nur die Sichtbarkeit bei Google, sondern ist auch ein wichtiger Service- und Info-Kanal für all jene Händler, die den Kundendialog ernst nehmen. Sicher: Der Bau dieser Brücke zum Kunden braucht Zeit und Mühe (von beidem reichlich), aber ein Auftritt bei Facebook oder Twitter mit attraktiven Inhalten (und nicht so lahm wie große Vorbilder bei Google+) zahlt sich auch beim Umsatz aus. Gefragt sind exklusive Angebote, Nutzwert, Insights. Vor allem aber: Das belastet die Werbekasse nicht. Übersehen Sie trotz der Freude über den Wert der Likes und all die durchaus wertvollen Fans aber auch nicht Bewertungsportale wie Qype. Wer dort aktiv auf Lob oder Kritik reagiert, sammelt Pluspunkte.

Schnelligkeit

Alle Welt phantastisiert von Same-Day-Delivery. Das ist die Chance für kleine Händler vor Ort. Überraschen Sie ihre Kunden doch mit Express-Lieferung. Auch die lokalen Kunden des Webshops. Das erzeugt Zufriedenheit, weil eine Erwartung übererfüllt wird. Kaum ein Satz begeistert so sehr, wie der Satz meines Lieblingsbuchhändlers zu einem Kunden am Telefon: „Das Buch ist da. Nein, Sie müssen es nicht morgen abholen. Ich bringe es Ihnen vorbei. Heute noch.“

Mobil

„Wo bin ich?“, „Was für Restaurants gibt es um die Ecke?“ Smartphone und Tablet-PC werden immer mehr zu mobilen Begleitern, die uns Antworten geben. Erst recht, wenn Kunden shoppen wollen. Damit wird Mobile auch für stationäre Händler bedeutend, selbst wenn sie gar nichts im Internet verkaufen wollen. Homepage und Newsletter müssen also auch mobil gut lesbar sein. (Die schicke und teurere Option: Responsive Design) Auch Google kommt angesichts der lokalen Suche wieder ins Spiel: 40 Prozent aller mobilen Suchanfragen, die bei Google eingehen, haben einen lokalen Bezug. Das ist doppelt so viel wie im stationären Internet. Häufig geht es dabei um lokale Shopping-Anfragen.

Analyse

Vorher informieren, spart hinterher Geld. Tools wie Google Analytics sind Pflicht, um zu sehen, wer die Website nutzt, woher er kommt, was er sucht. Das kann beispielsweise helfen, zu entscheiden, wie dringend eine mobile Optimierung der Website ist. Wer einen Webshop betreibt, weiß ohnehin, dass solche Tools Pflicht sind.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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