
Wie Westwing auf 183 Millionen Euro Umsatz springt
Der Home & Living-Händler Westwing hat seinen Umsatz im dritten vollen Geschäftsjahr seit Gründung um 66 Prozent auf 183 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: 110 Mio.) Das zeigt der Quartalsbericht von Investor Kinnevik (pdf). Für das rasante Wachstum gibt es gute Gründe.
Gegenüber dem Vorjahr hat Westwing seine Kundenbasis um 76 Prozent auf 788.000 aktive Kunden (447.000) deutlich ausgebaut. Mehr als 85 Prozent der Kunden sind Frauen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2,2 Millionen (1,2) Bestellungen abgewickelt, was einem Anstieg von 85 Prozent entspricht. Aufgrund der hohen Kundenloyalität beträgt der Anteil der Bestellungen von Wiederkäufern über 70 Prozent in jedem Monat.
Wie sehr es Westwing gelingt, jeden einzelnen Kunden zu mehr Umsatz zu bewegen, zeigten schon 2014 Pitch-Unterlagen (pdf) im Rahmen des gemeinsamen Kapitalmarkttages von Kinnevik und Rocket Intenet.
Bis zu 3,9 Millionen Mitglieder haben sich jeden Monat im Jahr 2014 auf der Westwing-Internetseite eingeloggt; und diese 3,9 Millionen Mitglieder waren durchschnittlich mehr als viermal pro Monat mit einer monatlichen Verweildauer von über 20 Minuten auf der Westwing Website. Zu einem immer größer werdenden Teil nutzen die Mitglieder die App, die bis zum Jahresende 1,7 Millionen Mal heruntergeladen wurden. Eine Folge: Rund 40 Prozent des Umsatzes wurde über mobile Endgeräte erwirtschaftet.
Westwing setzt dabei auch massiv auf Inspiration. Das reicht von magazinigen Inhalten, über charmante Wohnideen bei Instagram bis zu sogar Druckwerken wie „Das große Buch der Wohnstile“ von Westwing-Gründerin Delia Fischer. Inspiration zählt auch beim gerade gelaunchten Shopping-Club WestwingNow, der zusätzlich zum Club ein dauerhaftes Sortiment für alle Kunden bietet. Westwing will dabei unter anderem mit einer kuratierten Auswahl ("Shop the Look") punkten.
Westwing, in 15 Ländern aktiv, hatte zuletzt im März im Rahmen einer Finanzierungsrunde weitere 30 Millionen Euro von Kinnevik und weiteren Investoren erhalten. Zu den Investoren bei Wetswing gehören auch Access Industries, Holtzbrinck Ventures, Summit Partners, Rocket Internet und Tengelmann. Gegründet wurde das Unternehmen 2011 von Delia Fischer, Georg Biersack, Matthias Siepe, Stefan Smalla und Tim Schäfer und ist inzwischen in Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kasachstan, Niederlande, Österreich, Polen, Russland, Schweiz, Spanien, Slowakei, Tschechien und Ungarn tätig.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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