
Woolworths lebt als Onlineshop weiter
Die insolvente britische Kaufhauskette Woolworths erlebt eine Wiedergeburt im Internet: Ein Web-Unternehmer setzt auf den bekannten Namen, um Kunden anzulocken.
David WöllensteinRedakteurKaufhaus im Netz
Die neue Website bietet das, was Kunden von Woolworths erwarten: Ein Sammelsurium an Produkten, von Bügelbretter über Hüpfburgen bis hin zu Elektrogeräten, die man auch in den Kaufhaus-Filialen hätte kaufen können. Dazu kommen sperrige Güter wie Gartenmöbel, die in die ursprünglichen Woolworths-Läden nicht hinein gepasst hätten.
"Einige Millionen Pfund" habe sich Shop Direct die Markenrechte kosten lassen, erklärte das Unternehmen, ohne eine genaue Summe anzugeben. Damit wolle der E-Commerce-Betreiber die Fans der Kette, auch "Woolies" genannt, als Kunden gewinnen.
Die Website zielt vor allem auf Familien und wurde in drei verschiedenen Shops unterteilt: Einen für Kinderpartys, einen für CDs, DVDs und Bücher und einen weiteren für das restliche Angebot.
Hundertjährige Tradition
Woolworths musste nach fast hundert Jahren Ende 2008 Insolvenz anmelden. Durch die Schließung Anfang Januar verloren rund 27.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.
Zwischen Woolworth Deutschland und der britischen Handelskette besteht keine gesellschaftsrechtliche Verbindung. Aber auch der deutsche Ableger bangt seit Wochen um die Existenz.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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