Wozu noch in den Webshop? Gillette und Perfect Shave zeigen die vernetzte Rasur

Wozu noch in den Webshop? Gillette und Perfect Shave zeigen die vernetzte Rasur

Wozu braucht es noch Händler, wenn sich die Produkte im "Internet of Things" gleich selbst bestellen? Die Shopping-Plattform "Perfect Shave" und Gillette sind mit dem Nassrasierer Gillette Fusion ProGlide mit Flexball auf dem Weg dahin.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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"Perfect Shave" verkauft den Rasierer denn auch als die "E-Commerce Innovation". Die ist von der automatischen Bestellung noch ein Stück weit entfernt. Noch braucht es händischen Einsatz des Kunden. Den Besuch im Webshop aber nicht mehr.

Und das geht so.

Der Rasierer kommt (ab 19. Januar im Handel) mit einer Plastikbox, die als Ablage fungiert und ein Batteriefach enthält. In die Box eingebaut ist ein kleiner "Order-Knopf", der Dank einer Kooperation mit der Deutschen Telekom über eine GSM-Anbindung mit dem Gillette-Partner "Perfect Shave" verbunden ist.

Drückt der Kunde auf den Knopf wird sofort eine Bestellung neuer Klingen ausgelöst. Zuvor muss der Kunde dafür seine Box bei "Perfect Shave" registrieren und - natürlich - unter anderem seine Lieferadresse hinterlassen. Nach der Übermittlung der Bestellung wird eine Mail mit Bestätigungslink an die angegebene Mail-Adresse versendet. Ein Mausklick auf diesen Link schließt den Bestellvorgang ab. So werden auch versehentliche Einkäufe vermieden.
Das gesamte Verfahren (Die Box ID befindet sich auf der Rückseite der Gillette-Box) klappt im Vorab-Test problemlos.

Wozu das gut ist?

Anders als klassische Abo-Verfahren soll der Kunde damit seine Klingen genau dann nachbestellen, wenn tatsächlich Bedarf besteht.

Fraglich ist aber, welcher Kunde sich die bislang doch eher klobige Box ins Bad stellt. Fernziel müsste es aus Sicht des Kunden sein, die Technologie direkt in den Rasierer zu integrieren.

So nutzt die Technik derzeit vor allem "Perfect Shave", die das Modell bei einem Erfolg auch auf andere Produkte ausweiten könnte. Warum nicht beispielsweise Zahnputzbecher mit Orderfunktionen versehen? Denn "Perfect Shave" gehört zu OMP Service, das mit "Perfect Smile" auch eine Plattform für Mundpflegeprodukte betreibt.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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