eco: Handy-Bezahlen zum Scheitern verurteilt

eco: Handy-Bezahlen zum Scheitern verurteilt

Paypal, Mastercard, Visa, Telekom - es vergeht gefühlt keine Stunde in der nicht irgendwer eine neue mobile Bezahllösung mit QR, NFC oder meinetwegen MFG* vorstellt. Der Markt überhitzt. Da mag der Kunde das Mobile Wallet zwar in Studien als schönes Ding der Zukunft begrüßen, doch auf einen Durchbruch dürften wir noch eine ganze Zeit warten. Das sagt ausgerechnet der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft. Und der hat immerhin mit Telekom, Vodafone und o2 einige der Markttreiber in sein...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Masterpass von Mastercard

Paypal, Mastercard, Visa, Telekom - es vergeht gefühlt keine Stunde in der nicht irgendwer eine neue mobile Bezahllösung mit QR, NFC oder meinetwegen MFG* vorstellt. Der Markt überhitzt. Da mag der Kunde das Mobile Wallet zwar in Studien als schönes Ding der Zukunft begrüßen, doch auf einen Durchbruch dürften wir noch eine ganze Zeit warten. Das sagt ausgerechnet der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft. Und der hat immerhin mit Telekom, Vodafone und o2 einige der Markttreiber in seinen Mitglieder-Reihen.

"Alle Prognosen, die für dieses Jahr den Durchbruch beim Handy-Payment vorhersagen, werden sich als Makulatur erweisen", trübsalt der Verband. Bettina Horster, Leiterin der Kompetenzgruppe Mobile im eco-Verband, sieht Deutschland im internationalen Vergleich sogar als Schlusslicht beim Bezahlen mit dem Handy.

Die Mobile-Expertin begründet ihre pessimistische Einschätzung mit der besonders großen Vielfalt funktionierender Zahlungssysteme hierzulande und der Skepsis der Deutschen gegenüber einer "virtuellen Geldbörse, aus der das Geld per Funk entschwindet".

Ein Kernproblem der mobilen Zahlung hat jüngst der Supermarkt-Blog am Beispiel der Edeka-App schön beschrieben. Das Unternehmen sammelt Daten, dem Kunden nutzt es wenig:

"Der konkreteste Nutzen für Kunden, die an der Kasse mit dem Handy bezahlen, ist: dass Sie nachher damit angeben können."

Anders gesagt: Mobile Payment braucht mehr als einen vermeintlichen Coolness-Faktor und subjektive Bequemlichkeit um beispielsweise gegen die EC-Karte zu punkten. Mehrwert nämlich. Für den Kunden.

Die Mobile-Expertin von eco gibt ein Beispiel, wie Mobile Payment funktionieren könnte: "Wenn ich über eine App ein Ticket mobil kaufe und bezahle, es direkt aufs Handy erhalte, vor Veranstaltungsbeginn einen freien Parkplatz und den Weg zum nächstgelegenen Eingang mit der kürzesten Schlange angezeigt bekomme - dann hat sich das mobile Bezahlen für mich gelohnt."

Immerhin: Wer mit der Edeka-App in einem der teilnehmenden Märkte zahlt, der wird mit ein paar Cent Rabatt belohnt. Ein Anfang.

*mit freundlichen Grüßen

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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