
Online-Shops: Was ist Pflicht und was ist Kür?
Bietet Ihr Webshop ausführliche Produktinformationen? Stellen Sie klar und deutlichdie Versandbedingungen dar? Ist die Verfügbarkeitsanzeige schon am Produkt und nicht erst an der Kasse sichtbar? Wenn ja, und wenn der Rest der Website halbwegs übersichtlich ist, dann haben Sie ihre Hausaufgaben gemacht und können sich erst einmal zurücklehnen. Denn das sind die Top-Faktoren, damit der Online-Shop beim Kunden punktet.
Pflicht: Anzeige der Lieferbarkeit
Bietet Ihr Webshop ausführliche Produktinformationen? Stellen Sie klar und deutlichdie Versandbedingungen dar? Ist die Verfügbarkeitsanzeige schon am Produkt und nicht erst an der Kasse sichtbar?
Wenn ja, und wenn der Rest der Website halbwegs übersichtlich ist, dann haben Sie ihre Hausaufgaben gemacht und können sich erst einmal zurücklehnen. Denn das sind die Top-Faktoren, damit der Online-Shop beim Kunden punktet.
Ein Glück für den stationären Handel, dass das noch nicht jeder Onliner beherrscht. Denn die ECC-Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Deutschlands Top Online-Shops Vol. 2“ in Zusammenarbeit mit Hermes zeigt, dass es bezüglich des Erfolgsfaktors Website-Gestaltung durchaus noch Potenzial nach oben gibt. Zwar sind bereits rund 71 Prozent der über 10.000 befragten Konsumenten mit den Websites der untersuchten Shops absolut oder sehr zufrieden, in der Zufriedenheitsrangfolge der sieben Erfolgsfaktoren landet das Thema Website-Gestaltung aber nur auf dem fünften Rang.
Die Pflicht
In Puncto Website-Gestaltung legen die Konsumenten am meisten Wert auf „ausführliche und informative Produktbeschreibungen“ sowie „verständliche und gut sichtbare Informationen über Versandbedingungen“. Jeweils rund 62 Prozent halten diese Kriterien für absolut wichtig. Auf Rang drei der Einzelkriterien (49,9 %) landet die „übersichtliche Startseite“ – die Visitenkarte eines jeden Online-Shops.
In Sachen Benutzerfreundlichkeit (Usability) gehört die Verfügbarkeitsanzeige in Online-Shops zur absoluten Pflicht. Rund 88 Prozent der befragten Online-Shopper gaben an, dass diese absolut oder sehr wichtig sei. Hier gilt es, bereits bei der Produktdarstellung – und nicht erst im Check-Out-Prozess – transparent anzuzeigen, ob das Produkt auf Lager ist und bis wann es geliefert werden kann.
Die Kür
Weniger relevant sind aktuell noch das „Angebot einer App“ sowie die „Integration von Social Media Elementen“.Abder Vorsicht: Angesichts des wachsenden Smartphone-Marktes kann beispielweise die mobile Optimierung von Shops schnell zur Pflicht werden.
Personalisierte Empfehlungen anhand der zuvor angesehenen Produkte werden ebenfalls seltener als wichtig eingestuft. Etwa mehr als ein Viertel der Befragten bevorzugt auf sie zugeschnittene Produktempfehlungen und stuft diese als absolut oder sehr wichtig ein. Rund 40 Prozent gaben sogar an, dass es für sie zur allgemeinen Zufriedenheit beim Einkauf beiträgt, wenn ihnen im Online-Shop Kaufempfehlungen für Alternativprodukte ausgesprochen werden.
#BL+3622# Einzelkriterien zur Bewertung der Website-Gestaltung (Grafik: ECC)Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
Alle Beiträge