Mitarbeiterin verpackt Kosmetikprodukte in modernem Fulfillment-Center für Online-Handel
© Black Forest Labs / Flux

Online-Handel treibt L’Oréal zum Halbjahresrekord

Der Umsatz von L’Oréal habe im ersten Halbjahr um 5,8 Prozent auf 23,77 Mrd. Euro zugelegt, berichtet Retail-News.de. Getragen hätten das Plus alle Divisionen, besonders Professional Products und Dermatological Beauty. Der Online-Handel sei zweistellig und fast doppelt so schnell wie der gesamte Kosmetikmarkt gewachsen. Die operative Marge habe mit 21,3 Prozent einen Höchstwert erreicht, der operative Gewinn sei auf 5,06 Mrd. Euro geklettert.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.
Teilen

L’Oréal wächst im ersten Halbjahr 2026 schneller als der Kosmetikmarkt

L’Oréal hat seine Wachstumsdynamik im ersten Halbjahr 2026 bestätigt und sich erneut besser entwickelt als der globale Markt für Kosmetik. Der Umsatz stieg laut Retail-News.de um 5,8 Prozent auf 23,77 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis lag das Plus bei 6,8 Prozent, bereinigt bei 6,5 Prozent. Getragen wurde die Entwicklung von allen Divisionen und Regionen des Konzerns. Besonders stark schnitten Professional Products und Dermatological Beauty ab, während auch das Luxussegment und das Konsumentengeschäft solide zulegten.

Ein wichtiger Wachstumstreiber bleibt der digitale Vertrieb. Der E-Commerce wuchs zweistellig und damit nahezu doppelt so schnell wie der gesamte Schönheitsmarkt. L’Oréal profitierte dabei von einer starken Nachfrage, erfolgreichen Innovationen und einer konsequenten Markenstrategie. CEO Nicolas Hieronimus verwies auf die Verbindung aus Innovation, digitaler Exzellenz und globaler Präsenz als zentrale Grundlage des Wachstums. Auch Künstliche Intelligenz gewinnt für Produktentwicklung und Vermarktung weiter an Bedeutung.

Rekordmarge trotz höherer Markeninvestitionen

Neben dem Umsatzwachstum konnte L’Oréal auch die Profitabilität steigern. Die Bruttomarge verbesserte sich leicht auf 74,8 Prozent, die operative Marge erreichte mit 21,3 Prozent einen neuen Höchstwert. Der operative Gewinn kletterte auf 5,06 Milliarden Euro. Gleichzeitig erhöhte der Konzern seine Investitionen in Marketing und Markenaufbau deutlich. Der bereinigte Nettogewinn lag bei knapp 4,0 Milliarden Euro und stieg um 4,7 Prozent.

Regional zeigte sich ein breites und robustes Wachstum. Besonders dynamisch entwickelten sich SAPMENA-SSA sowie Nordamerika. Nordasien setzte seine Erholung fort, Europa blieb auf solidem Wachstumskurs. In mehreren Märkten konnte L’Oréal Marktanteile gewinnen, vor allem durch die Kombination aus digitalem Vertrieb und stationären Markenerlebnissen. Der Onlinekanal entwickelte sich dabei zunehmend zu einem zentralen Wachstumstreiber.

Strategische Impulse und optimistischer Ausblick

Auch strategisch setzte L’Oréal im Berichtszeitraum wichtige Akzente. Dazu zählt eine langfristige Lizenzvereinbarung mit Kering für die Marke Gucci. Zudem plant der Konzern Investitionen in wachstumsstarke Märkte wie Indien. Für das zweite Halbjahr zeigt sich L’Oréal optimistisch: Die Nachfrage nach Beauty-Produkten bleibt hoch, und das Unternehmen sieht sich gut positioniert, um Wachstum und Profitabilität weiter zu verbinden und seine Marktführerschaft auszubauen.

Teilen
David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.