Kundin wählt Ventilator im Laden während der Hitzewelle in Großbritannien
© Black Forest Labs / Flux

Hitzewelle verkauft Debenhams Klimaanlagen

Die vierte Hitzewelle des Sommers krempelt das Kaufverhalten der Briten um, berichtet Channelx.world. Bei Debenhams sei die Suche nach „Air Con“ (Klimaanlage) um 4.442 Prozent gestiegen, jene nach „Fan“ (Ventilator) um 1.165 Prozent. Die Website-Kategorie „Cooling“ habe ihren Umsatz mehr als verdreifacht. Außerdem hätten die Briten in einem der heißesten Sommer ihrer Geschichte auch mehr als dreimal so viele Sonnenliegen, Pavillons und Picknickartikel gekauft.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
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Hitzewelle verändert das Kaufverhalten in Großbritannien

Die anhaltend hohen Temperaturen in Großbritannien wirken sich deutlich auf das Einkaufsverhalten aus. Nach Daten der Debenhams Group, zu der neben Debenhams auch Karen Millen, boohoo, boohooMAN und PrettyLittleThing gehören, suchen Verbraucher verstärkt nach Produkten, die kurzfristig Abkühlung schaffen und zugleich auf künftig wärmere Sommer vorbereiten. Anlass der Auswertung ist die vierte Hitzewelle des Sommers; darüber berichtet auch Channelx.world.

Besonders stark zeigt sich der Effekt bei Kühlprodukten. Bei Debenhams stiegen die Suchanfragen nach „Air Con“ zwischen Juni und Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4.442 Prozent. Auch die Suche nach „Fan“ legte massiv zu: Sie erhöhte sich um 1.165 Prozent. Entsprechend wuchs der Umsatz der Kategorie „Cooling“ um 232 Prozent und damit auf mehr als das Dreifache. Zu den besonders gefragten Artikeln zählten tragbare Nackenventilatoren und Turmventilatoren.

Die Daten zeigen zugleich, dass Hitze nicht nur den Bedarf an Klimatisierung erhöht, sondern auch den Markt für Freizeit- und Gartenprodukte belebt. Viele Verbraucher richten ihre Wohnungen, Häuser und Gärten offenbar stärker auf sommerliche Nutzung aus. Im Onlinehandel von Debenhams legten Picknickartikel um 240 Prozent zu, während Swimmingpools ein Plus von 133 Prozent erreichten. Produkte aus dem Bereich „BBQs and outdoor cooking“ stiegen um 44 Prozent.

Auch Suchanfragen spiegeln den Trend zum Leben im Freien wider. Nach Pavillons wurde 264 Prozent häufiger gesucht, nach Sonnenliegen 268 Prozent. Der Absatz von Gartenmöbeln stieg um 24 Prozent. Insgesamt haben britische Kunden in einem der heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen deutlich mehr Produkte für Garten, Terrasse und sommerliche Treffen gekauft; bei Sonnenliegen, Pavillons und Picknickartikeln wurden teils mehr als dreimal so viele Käufe verzeichnet.

Für Händler unterstreicht die Entwicklung, wie stark Wetterlagen Nachfrage, Sortiment und Sichtbarkeit beeinflussen können. Steigende Temperaturen führen nicht allein zu kurzfristigen Käufen von Ventilatoren oder Klimageräten. Sie fördern auch Investitionen in Produkte, mit denen Verbraucher warme Tage zu Hause besser nutzen wollen – von Grillzubehör über Gartenmöbel bis zu Picknick- und Entertainment-Artikeln. Das Wetter bleibt damit ein zentraler Treiber für saisonale Nachfrage und kurzfristige Kaufentscheidungen.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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