4 Horror-Prognosen für den Handel im Jahr 2020

4 Horror-Prognosen für den Handel im Jahr 2020

Zukunft, das lehrt schon die Kurzgeschichte "Minority-Report" von Philip K. Dick, ist nicht festgelegt, kann sich in unterschiedlichen Bahnen bewegen. Selbst Präkogs können sich irren und unterschiedlicher Meinung sein. Das IFH Köln hat solcherlei Visionäre nicht. Dafür aber Zahlenmaterial. Und die Prognosen daraus für das Handelszenario 2020 sind weniger für eine Science Fiction-Story gut, als vielmehr eine Horrorgeschichte für den stationären Handel. Denn für ihn geht die Geschichte in jede...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Vier Szenarien hat das IFH Köln für die Handelswelt im Jahr 2020 berechnet. Ein Kernergebnis: Für stationäre Händler geht es abwärts. Bis 2020 rechnen die IFH-Experten – abhängig vom jeweiligen Szenario - mit 24.000 bis 58.000 Geschäften weniger in Deutschland.

Während die Online-Szenarien „E-Basic 1.0“ und „E-Motion 1.0“ von weiterhin anhaltend hohen Wachstumsraten im Online-Handel ausgehen, wird in den Offline Szenarien „Discount 2.0“ und „City Revival 2.0“ der Online-Handel zwar weiterhin an Bedeutung gewinnen, aber nur noch abnehmende Wachstumsraten realisieren. In den beiden letzten Szenarieren schafft es der Handel nämlich entweder mit einer preisorientierter Positionierung oder mit einer Mehrwert-Perspektive und verstärkter Markenorientierung Zielgruppen zu binden oder zu gewinnen.

Man könnte es auch das Optimismus-Szenario nennen.
Realistischer erscheinen mir aber die Netz-Szenarien.

Denn
1. Werden auch im E-Commerce Marken stärker und strahlender. Der Webshop ist der neue Flagship-Store.
2. Gewinnt dank Mobile Commerce das Web für spontane Shopping-Erlebnisse enorm an Fahrt. Das IFH irrt, wenn es glaubt, dass für spontane Shopping-Erlebnisse der stationäre Handel "unerlässlich" sei. Unerlässlich sind nur Produkte.

Je nach Szenario des IFH wird der Online-Umsatzanteil am Einzelhandel 2020 zwischen zehn und 22 Prozent liegen.
Auch das kann man als ein noch vergleichsweise konservatives Szenario sehen.
Dafür sprechen drei Gründe:
- Großen Ketten dämmert erst jetzt, dass das Internet nicht mehr weg geht.
- Große Bevölkerungsgruppen haben bislang kaum oder gar nicht im Netz eingekauft. Hier tritt in den kommenden Jahren noch ein Bewusstseinwandel ein.
- Mobile stellt eine engere Verbindung zu E-Commerce-Angeboten her.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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