Amazon muss vor den BGH, Chronext, Mytheresa, Rocket Internet, Brille24, Orion, Beate Uhse, Walart, Google, Facebook

Amazon muss vor den BGH, Chronext, Mytheresa, Rocket Internet, Brille24, Orion, Beate Uhse, Walart, Google, Facebook

Liebe Leserin, lieber Leser, Schon 2013 war Chronext, Online-Portal für Edel-Uhren, für etailment eines der Start-ups, das man sich notieren muss. Inzwischen schauen die Gründer mit frischem Geld nach Asien und USA. Nur ein Beispiel, wie sehr inzwischen auch Luxus im Web boomt. Eine der vielen Branchen, von denen manch einer einst dachte: Das kann man im Internet nicht verkaufen. Doch in der digitalen Welt gehen die Uhren nun einmal anders.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Amazon vor dem BGH:

Amazon muss sich und seine Autovervollständigungs-Funktion am 15. Januar vor dem Bundesgerichtshof erklären. Gofit, Hersteller einer Fußreflexzonenmassagematte klagt gegen die Nutzung des Suchbegriffs „Gofit“ in der Auto-Complete-Funktion. Ortlieb, Hersteller von wasserdichten Sport- und Freizeittaschen klagt ebenfalls gegen die Verwendung des eigenen Markennamens. Grund: Beide Hersteller sind nicht auf Amazon. Der Online-Riese schickt Kunden dann mit dem Suchbegriff zu anderen Produkten. Die Geschichte der Irreführung des Verbrauchers und die möglichen Folgen des Urteils beschreibt t3n.

Luxusuhren aufgedreht:

Chronext, Online-Portal für Luxus-Uhren, bekommt 34 Millionen Dollar unter anderem von Tengelmann Ventures und Endeit Capital, meldet Techchrunch. Die deutschen Gründer Philipp Man und Ludwig Wurlitzer wollen nun die USA und Asien erobern.

Luxus-Wachstum für Mytheresa:

Luxus-Anbieter Mytheresa wächst unter dem Dach von Neiman Marcus im Geschäftsjahr 2016/17 auf 245 Millionen Euro. Das Plus von 34 Prozent verdankt der Münchener Onlinehändler auch einem insgesamt gestiegenen Interesse an Luxus im Web, aber nach eigenen Angaben auch "der Produkt-Selektion, ausgezeichnetem Kundenservice und exklusiven Kollaborationen."

Rocket Internet will investieren:

Bewerbungsschreiben von Rocket Internet im "Handelsblatt". Mit derzeit vollen Kassen sieht sich Oliver Samwer nach neuen Start-ups um: „Es kann sein, dass wir 2018 oder 2019 die Möglichkeit haben, mehrere 100 Millionen Euro auf einmal zu investieren.“

Weniger Gebühren erlaubt:

Ab 13.01.2018 dürfen Händler für besonders gängige bargeldlose Zahlungsmittel (Überweisung, Lastschrift, paypal, Visa und Mastercard) keine zusätzlichen Entgelte mehr verlangen. Bislang war der Handel nur verpflichtet, mindestens eine kostenfreie und für den Verbraucher erreichbare Zahlungsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen.

Mehr Druck auf Fielmann:

Brille24 übernimmt den Online-Händler Lensspirit zu dem auch Linsenquelle (mit über 500.000 Kunden) gehört. Mit dem Kontaktlinsenanbieter erhöht der Oldenburger Optiker den Druck auf Fielmann.

Orion flirtet mit Beate Uhse:

Der Erotikversand Orion hat laut "Wiwo" Interesse am insolventen Beate-Uhse-Konzern. Auch Orion steht aber insgesamt nicht so sexy da.

INTERNATIONAL

Google will besseren Shop:

Google spielt mit dem Gedanken, seinen Online-Shop (gegenwärtig hierzulande eine entsetzlich bedienerunfreundlicher Fototapete) neu zu gestalten, um Google Home und Co besser zu verkaufen und nicht den Anschluss an Amazon Echo zu verlieren.

Walmart braucht Liefer-Hubs:

Walmart schließt in den USA auf einen Schlag 63 Läden seiner Vertriebslinie Sam`s Club. Ein Teil der Flächen der Cash & Carry-Märkte sollen zu Liefer-Hubs für den E-Commerce umgebaut werden, berichtet Business Insider.

Amazon feiert neue KMU:

Mehr als 300.000 kleine und mittelständische Unternehmen feiert Amazon per Pressemitteilung auf seinem US- Marktplatz. Wäre ein schönes Signal, wenn man nur nicht das Gefühl hätte, auf dem Marktplatz würde es gerade durch seine Prozesse irrlichtern.

Facebook ändert den News-Feed:

Mehr Schub für private Beiträge, gedrosselte Verteilung der Botschaften von Medien und Unternehmen. Facebook baut einmal mehr die Berechnung des News-Feeds um.

Zahl des Tages:

Drei Viertel (72 Prozent) aller Deutschen kaufen Produkte oder Dienstleistungen im Netz. 56 Prozent der 18- bis 29-Jährigen kaufen mindestens einmal im Monat online ein. Jeder Vierte in dieser Altersgruppe sogar mindestens einmal in der Woche. Doch auch ältere Menschen entpuppen sich als Online-Käufer. So bestellt jeder Dritte in der Gruppe der 50- bis 69-Jährigen mindestens einmal im Monat im Internet. Die Zahlen nennt eine Studie von Kantar TNS für Otto.

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Sprachassistenten sorgen in den kommenden Jahren für radikal mehr Umsatz: etailment beleuchtet, warum das so ist und stellt eine aktuelle Studie dazu vor.


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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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