Anwr Group legt zu, Mitglieder bleiben zurück

Anwr Group legt zu, Mitglieder bleiben zurück

Die Schuh- und Sportkooperation Anwr Group konnte ihr Geschäftsvolumen im Geschäftsjahr 2011 ausbauen. Doch viele angeschlossene Mitgliedsunternehmen hatten mit Umsatzrückgängen zu kämpfen.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Vorstandsvorsitzender Günter Althaus erwartet für 2011 ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, ohne konkrete Zahlen zum Ertrag zu nennen. Das Wachstum der dem Konzern zugehörigen Verbundgruppen im Schuh-, Sport und Lederwarenbereich (Anwr Schuh, Sport 2000, Garant Gruppe, Rexor, Goldkrone) habe damit auch im abgelaufenen Jahr weiter angehalten, betonte Althaus.

Mit einem um über 200 Millionen auf 2,5 Milliarden Euro gestiegenen Zentralregulierungsvolumen weisen alle Branchen deutliche Steigerungen auf. Dabei komme der Gruppe auch ihre europäische Ausrichtung zugute. Der Anteil des im Ausland erzielten Zentralregulierungsvolumens liegt mittlerweile nach Unternehmensangaben bei 34 Prozent. 

Angeschlossene Händler bleiben hinter Vorjahr zurück

Die Geschäftsentwicklung bei den über 6.000 angeschlossenen Handelsunternehmen im Schuh- und Sportbereich blieb dagegen hinter der positiven Entwicklung des Jahres 2010 zurück.

"Insbesondere die Witterungsbedingungen brachten dem Einzelhandel sowohl im Sportbereich aber auch im Segment Schuhe geringere Umsätze", heißt es in der Presserklärung des Unternehmens aus Mainhausen.

Nach ersten Berechnungen schlossen die Unternehmen der Anwr Schuh in Deutschland drei Prozent unter dem Vorjahreswert ab, ein Minus von 2,6 Prozent mussten die Partner von Sport 2000 verkraften.

Finanzdienstleistungssektor wächst dank BAG

Eine weiterhin deutliche Steigerung des Geschäftsvolumens weist der Bereich Finanzdienstleistung der Gruppe auf, es stieg um 470 Millionen Euro auf 5,1 Milliarden Euro.

Neben der DZB Bank und der Aktivbank wurde erstmals die im Jahr 2010 vom Börsenverein des deutschen Buchhandels durch die DZB Bank übernommene BAG Buchhändler-Abrechnungsgesellschaft im Abschluss berücksichtigt.

"2012 hält eine Reihe von Herausforderungen für uns bereit. Wir werden uns mächtig anstrengen müssen, um an die guten Ergebnisse von 2010 und 2011 anzuknüpfen", sagt Günter Althaus mit Blick auf das laufende Jahr. "Etwas mehr Rückenwind durch klare währungs- und finanzpolitische Signale der Handelnden in Berlin und Brüssel kämen uns da sehr entgegen".

Als eine der Hauptherausfoderungen der Gruppe in diesem Jahr nennt Althaus die Detailplanung für ein Ordercenter, das dem Schuh- und Sportfachhandel ab 2014 zur Verfügung stehen soll.

Teilen
Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.