
ANWR profitiert von Finanzdienstleistungen
Schwächelnder Handel, wachsendes Bankgeschäft - so lautet die erste Bilanz von ANWR für 2012. Die Verbundgruppe hatte erhebliche Orderrückgänge zu verzeichnen und setzt daher auch 2013 auf die Finanzdienstleistungen.
Thomas RehmRedakteurDer Sportartikelhandel entwickelte sich hingegen erfreulich. Die Händler von Sport 2000 erzielten laut Unternehmensangaben im Jahr 2012 ein Umsatzplus von über vier Prozent.
Fachhandel ordert zurückhaltend
Insgesamt orderten die angeschlossenen ANWR-Händler im abgelaufenen Jahr "deutlich zurückhaltender als im Jahr 2011", klagt das Unternehmen. Mit einem Orderrückgang im Schuhbereich von rund acht Prozent und im Sportbereich von vier Prozent vermeldeten die zur Gruppe gehörenden nationalen und internationalen Kooperationen schwächere Werte als im Vorjahr. Insgesamt belief sich das Geschäftsvolumen für die Handelskooperationen der ANWR auf knapp 2,4 Milliarden Euro.
Finanzdienstleistungsbereich soll den Konzern stabil halten
Im Finanzdienstleistungsbereich der Gruppe stieg das Geschäftsvolumen bei der DZB Bank, der Aktivbank und der BAG Buchhändler Abrechnungsgesellschaft auf 5,2 Milliarden Euro an.
Für das Jahr 2013 erwartet Günter Althaus, Vorstandsvorsitzender der ANWR-Gruppe, eine Steigerung des Konzernumsatzes ohne konkret zu werden. "Wir haben uns im Jahr 2012 mit der nunmehr vollständigen Übernahme des Garant-Konzerns und dem Erwerb der Sport 2000 Niederlande ein gutes Stück konsolidiert. Wir erwarten für 2013 keine steigenden Einkaufsvolumina im Schuh- und Sporthandel, gehen aber von einem nächsten Wachstumsschritt im Finanzdienstleistungsbereich aus", erklärter Althaus.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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