Arcandor erwägt staatliche Hilfe

Arcandor erwägt staatliche Hilfe

Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick spricht bei Regierungsvertretern vor: Er sondiert einem Pressebericht zufolge die Möglichkeiten staatlicher Förderprogramme.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Warnungen Eicks wegen der Schwierigkeiten seines Konzerns ließen die Arcandor-Aktie am Mittwoch abstürzen. „Ohne die Unterstützung der Finanzwelt, der Banken, wird dieses Unternehmen nicht bestehen können“, zitierte ihn das Arcandor-Mitarbeitermagazin. Auch müsse der Konzern, zu dem unter anderem die Karstadt-Warenhäuser und der Quelle-Versand gehören, „eher von Umsatzrückgängen“ ausgehen. Die Aktie verlor daraufhin 15 Prozent.

650-Millionen-Kredit Mitte Juni fällig

Der frühere Telekom-Finanzvorstand Eick hat erst vor gut einem Monat die Leitung von Arcandor übernommen. Ein Kredit in Höhe von 650 Millionen Euro, den ein Konsortium aus Royal Bank of Scotland, Dresdner Bank und BayernLB dem Handelsunternehmen gewährt hat, wird Mitte Juni fällig. Da alle drei Banken selbst durch die Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten sind, verlangen sie von Arcandor vor der Verlängerung des Kredits einen Sanierungsplan für das defizitäre Warenhaus- und Versandhandelsgeschäft.

Nach Informationen der FTD hat Eick mit hochrangigen Mitgliedern der Bundesregierung über Staatsgarantien im oberen dreistelligen Millionenbereich diskutiert. Dies würde die Risiken für die kreditgebenden Banken verringern. Ein formaler Antrag sei aber von Arcandor noch nicht gestellt worden, hieß es. Finanz- und Wirtschaftsministerium nehmen dazu derzeit keine Stellung.

wim.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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