
Arcandor gibt Marke Wertheim auf
Die traditionsreiche Kaufhaus-Marke Wertheim soll aufgegeben werden. Der Grund: Der Handelskonzern Arcandor muss sparen.
David WöllensteinRedakteurTraditionsreiche Marke
Die Wertheim-Dynastie begann vor 133 Jahren mit der Gründung des ersten Kaufhauses in Stralsund. Mit der Umbenennung will der Arcandor-Konzern, der durch Probleme in seiner Warenhaussparte schwer belastet ist, Geld einsparen.
Zwei Millionen Euro habe die Wertheim-Werbung pro Jahr gekostet, sagte Howe. Diese Kosten fielen künftig weg.
Mit der Ertragskraft der Berliner Kaufhäuser habe die Entscheidung dagegen nichts zu tun. „Mit beiden Häusern sind wir sehr zufrieden”, betonte der Sprecher.
Für Mitarbeiter ändert sich nichts
Das Wertheim-Haus am Kurfürstendamm wird nach Unternehmensangaben zum 4. Oktober umbenannt, das Steglitzer Haus an der Schloßstraße, das zurzeit umgebaut wird, im April 2009 als Karstadt-Haus wiedereröffnet.
Für die rund 700 Wertheim-Mitarbeiter werde sich nichts ändern, versicherte der Sprecher. Sie hätten schon länger Karstadt-Arbeitsverträge.
Der Betriebsrat wollte sich auf einer dpa-Anfrage zum Thema nicht äußern.
dpa

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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