Arcandor will Hilfe vom Bund

Arcandor will Hilfe vom Bund

Der angeschlagene Handels- und Touristikkonzern Arcandor will den Staat um Hilfe bitten, um aus der Finanzklemme herauszukommen. Die Maigehälter seien aber sicher.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Dem Bericht zufolge wollen kleinere Banken ihre Kredite über 90 Millionen Euro zurückziehen. Die Commerzbank, die zu den Hauptgläubigern des Konzerns gehöre, wolle ihre Kreditlinien wohl verlängern, aber nicht erhöhen. Dazu sagte Eick: "Die Bankengespräche sind wie erwartet für beide Seiten anstrengend, aber wir sind nach wie vor zuversichtlich, eine Lösung zu finden."

Der angeschlagene Konzern will vorerst nur den Bund um Staatshilfen bitten, auf Bürgschaften des Landes Nordrhein-Westfalen will Arcandor noch verzichten. "Wir wollen erstmal einen Antrag in Berlin stellen", sagte Konzernsprecher Gerd Koslowski. Erst danach sollen weitere Fördermöglichkeiten ausgelotet werden.

Harte Verhandlungen mit Vermietern

Für die Mai-Gehälter der Beschäftigten sieht der Arcandor- Vorstandsvorsitzende Eick keine Gefahr: "Die Mai-Gehälter unserer Mitarbeiter sind nach heutiger Informationslage durch ausreichende Liquidität abgesichert. Es besteht also kein Grund zur Besorgnis."

Ergebnisse bei den Verhandlungen um Mietnachlässe für die Karstadt- Kaufhäuser des Konzerns gibt es noch nicht. "Die Verhandlungen mit den Vermietern sind kein Spaziergang", sagte Eick.

Lücke von 900 Millionen Euro

Bei Arcandor (Karstadt, Primondo, Thomas Cook) gibt es eine Finanzierungslücke von bis zu 900 Millionen Euro. Arcandor-Chef Eick hatte im April zudem gesagt, dass das Unternehmen darüber hinaus bis Jahresende über die Verlängerung von Darlehen im Volumen von 950 Millionen Euro mit den Banken neu verhandeln müsse.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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