
"Autohandel wird sich gravierend verändern"
Der Autohandel wird sich in den kommenden Jahren stark wandeln - das zeigt eine neue Befragung unter Autohausbetreibern. Internet und Mobilitätswandel stellen den Autovertrieb in Zukunft auf den Kopf.
Thomas RehmRedakteurWeitere Ergebnisse lauten: Leasing, Car-Sharing und Mobilitätsverträge rücken als Geschäftsmodelle immer mehr in den Vordergrund. Alternative Antriebstechnologien werden an Bedeutung zunehmen.
Positive Entwicklung im Gebrauchtwagengeschäft
Dass es bis 2020 eine Reduktion auf deutlich weniger, dafür aber größere Autohäuser geben wird, erwarten mehr als 80 Prozent der Befragten. Eine Diversifizierung auf spezialisierte Autohäuser erwarten knapp 11 Prozent. Nur acht Prozent glauben, dass es keine Veränderungen in der Branchenlandschaft geben wird.
Eine deutliche Verschiebung sehen die Autohausbetreiber bei der Gewichtung Neuwagen und Gebrauchtfahrzeuge: 48 Prozent der Befragten rechnen mit einem Anstieg im Geschäft mit Autos aus zweiter Hand.
Beim Neuwagenabsatz erwarten die Befragten in den kommenden fünf Jahren einen Rückgang - so sehen es 43 Prozent. Knapp sieben Prozent rechnen sogar mit einem starken Nachlassen.
Der Einfluss Alternativer Antriebstechnologien nimmt aus Sicht der Branchenkenner zu: 2020 werden Elektroautos und mit Wasserstoff betriebene Wagen zusammen bereits 20 Prozent Marktanteil erreichen, so die meisten Befragten.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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