Baumärkte leicht im Plus

Baumärkte leicht im Plus

Gewerkelt wird immer: Die Do-it-yourself-Branche freut sich über ein leichtes Plus beim Bruttoumsatz. Diese Entwicklung muss nun auf der Fläche bestätigt werden.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Zufrieden mit der aktuellen Lage

"Im Vergleich mit dem Einzelhandel insgesamt können die Bau- und
Heimwerkermärkte mit der aktuellen Lage mehr als zufrieden sein", heißt es in einer Mitteilung. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes von Anfang August wurden im ersten Halbjahr 2009 im deutschen Einzelhandel nominal 2,3 Prozent und real 2,1 Prozent weniger umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Nach Angaben des Verbandes sind es viele verschiedene Sortimentsbereiche, die das gegenwärtige Wachstum der Baumarktbranche tragen. Starke Nachfrage besteht in den Bau- und Gartenfachmärkten nach Blumen und Pflanzen. Diese Warengruppe erzielte im ersten Halbjahr mit 7,5 Prozent das höchste Umsatzwachstum.

Werkzeug gefragt, Holzprodukte schwächeln

Auch das klassische Heimwerkersortiment fand in den vergangenen Monaten zahlreiche Abnehmer. Werkzeuge und Maschinen oder Eisenwaren und Beschläge entwickelten sich deutlich besser als der Durchschnitt aller Warengruppen.

Wieder leicht im Plus liegen die Baumärkte im Bereich Baustoffe und Bauchemie. Hier konnte insbesondere im Teilsortiment Innenausbau und Trockenbau der Umsatz gesteigert werden.

Im BHB/GfK-Report wird das Gesamtsortiment der Bau- und Heimwerkermärkte in 15 Hauptwarengruppen unterteilt. Für insgesamt acht dieser Warengruppen meldet der Report eine positive Umsatzentwicklung. Nicht erfüllt haben sich dagegen die Erwartungen an den Verkauf von Holzprodukten oder Kunststoffverkleidungen.

Freizeit, Spielwaren und Bastelartikel nur mäßig gefragt

Auch für das Sortiment Freizeitgestaltung, Spielwaren und Bastelartikel verlief die Saison bislang mäßig. Gleiches gilt für die Warengruppe Sonstiges, die unter anderem
die Abteilungen für Fahrräder und Zubehör umfasst.

"Wir können relativ gelassen ins zweite Halbjahr blicken. Die Entwicklung bisher verlief weit besser als von vielen erwartet. In Krisenzeiten wollen die Menschen ihr eigenes Nest noch gemütlicher gestalten",  äußert sich BHBGeschäftsführer
John W. Herbet zu den weiteren Aussichten. "Do-it-yourself ist in meinen Augen weniger krisenanfällig als manch andere Branche."

Dafür sprächen auch die guten Juli-Zahlen. Die Auswertung einer Blitzumfrage des Verbandes unter seinen Mitgliedern zeigt, dass die Umsätze weiter steigen.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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