
Baumärkte leiden unter schlechtem Wetter
Von Januar bis März war es den Hobbygärtnern zu kalt und sie kauften keine Gartenartikel. Für die Baumarktbranche hatte das ein Umsatzminus im gesamten ersten Halbjahr zur Folge.
Wetter gut, Umsätze gut
Kaum wurde das Gartenwetter besser, entwickelte sich demnach im April der Gesamtumsatz der Bau- und Heimwerkermarktbranche mit einem nominalen Plus von 2,4 Prozent erstmals positiv. Die Monate Mai und Juni brachten dann eine Stabilisierung: Die Branche konnte im Juni mit einem Gesamtbruttoumsatz von 1,69 Milliarden Euro auf bereinigter Verkaufsfläche einen Umsatzzuwachs von 0,6 Prozent erzielen.
Die Kunden kauften vor allem in den Warengruppen der Garten- und Freizeitsortimente – Gartenhartware (plus 7,5 Prozent), Gartenmöbel und Gartendekoration (plus 12,2 Prozent) sowie Freizeitartikel, Spielwaren und Campingzubehör (plus 19,4 Prozent). Auch für die Monate Juli und August 2013 rechnet der BHB mit guten Umsätzen, weil das Wetter überwiegend gut war.
Fliesen im Plus
Die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte konnten im ersten Halbjahr 2013 mit 1,076 Milliarden Euro die höchsten Umsätze in den Warengruppen Baustoffe/Bauchemie erzielen, gefolgt von Lebendes Grün/Saatgut mit 987 Millionen Euro und Sanitär- und Heizungswaren mit 864 Millionen Euro.
Beim Blick auf die Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich zu 2012 fallen die wetterbedingten deutlichen Umsatzrückgänge bei den Garten- und Freizeitsortimenten dem Verband zufolge dann besonders auf: Der Umsatz der Sortimente Lebendes Grün und Saatgut ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,8 Prozent zurück, Gartenmöbel und -dekoration um 11,9 Prozent, Gartenhartware um 12,3 Prozent und Freizeit, Basteln, Werken um 12 Prozent.
Positiv entwickelten sich demnach im ersten Halbjahr 2013 die Warengruppen Klein- und Selbstbaumöbel sowie Fliesen mit jeweils einem Plus von 0,8 Prozent und Hand- und Elektrowerkzeuge, Reinigungsgeräte und Maschinen mit einem Plus von 0,3 Prozent.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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