Baumärkte leiden unter schlechtem Wetter

Baumärkte leiden unter schlechtem Wetter

Von Januar bis März war es den Hobbygärtnern zu kalt und sie kauften keine Gartenartikel. Für die Baumarktbranche hatte das ein Umsatzminus im gesamten ersten Halbjahr zur Folge.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Nach wie vor ausschlaggebend für die aktuelle Zwischenbilanz zur Jahresmitte sind demnach die Umsatzzahlen des ersten Quartals, als sich die Gartensortimente wetterbedingt deutlich schlechter als 2012 entwickelten. Allein im März dieses Jahres lag das Umsatzminus der Bau- und Heimwerkermärkte nominal bei 24,1 Prozent und bereinigt bei 24,3 Prozent. "Jahreszeitlich deutlich zu niedrige Temperaturen und zu hohe Regenmengen zeichneten hier insbesondere für Umsatzrückgänge bei den Gartensortimenten (Lebendes Grün, Gartenhartware, Gartenmöbel und Gartendekoration) und den Freizeitartikeln verantwortlich", meldet der Verband.

Wetter gut, Umsätze gut

Kaum wurde das Gartenwetter besser, entwickelte sich demnach im April der Gesamtumsatz der Bau- und Heimwerkermarktbranche mit einem nominalen Plus von 2,4 Prozent erstmals positiv. Die Monate Mai und Juni brachten dann eine Stabilisierung: Die Branche konnte im Juni mit einem Gesamtbruttoumsatz von 1,69 Milliarden Euro auf bereinigter Verkaufsfläche einen Umsatzzuwachs von 0,6 Prozent erzielen.

Die Kunden kauften vor allem in den Warengruppen der Garten- und Freizeitsortimente – Gartenhartware (plus 7,5 Prozent), Gartenmöbel und Gartendekoration (plus 12,2 Prozent) sowie Freizeitartikel, Spielwaren und Campingzubehör (plus 19,4 Prozent). Auch für die Monate Juli und August 2013 rechnet der BHB mit guten Umsätzen, weil das Wetter überwiegend gut war.

Fliesen im Plus

Die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte konnten im ersten Halbjahr 2013 mit 1,076 Milliarden Euro die höchsten Umsätze in den Warengruppen Baustoffe/Bauchemie erzielen, gefolgt von Lebendes Grün/Saatgut mit 987 Millionen Euro und Sanitär- und Heizungswaren mit 864 Millionen Euro.

Beim Blick auf die Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich zu 2012 fallen die wetterbedingten deutlichen Umsatzrückgänge bei den Garten- und Freizeitsortimenten dem Verband zufolge dann besonders auf: Der Umsatz der Sortimente Lebendes Grün und Saatgut ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,8 Prozent zurück, Gartenmöbel und -dekoration um 11,9 Prozent, Gartenhartware um 12,3 Prozent und Freizeit, Basteln, Werken um 12 Prozent.

Positiv entwickelten sich demnach im ersten Halbjahr 2013 die Warengruppen Klein- und Selbstbaumöbel sowie Fliesen mit jeweils einem Plus von 0,8 Prozent und Hand- und Elektrowerkzeuge, Reinigungsgeräte und Maschinen mit einem Plus von 0,3 Prozent.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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