Beschaffungskosten sparen mit privaten Hubs

Beschaffungskosten sparen mit privaten Hubs

Viele große Unternehmen werden in Zukunft unternehmenseigene Marktplätze nutzen, um das Beschaffungswesen zu bündeln und die Geschäftsprozesse zu optimieren. Diese Prognose stellt Forrester Research.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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"Europäische Unternehmen werden das Internet verstärkt zur Automatisierung der Lieferantenbeziehungen in allen Bereichen des Produktionszyklusses nutzen. Offene E-Marktplätze dagegen werden von diesen Unternehmen nicht angenommen. Gründe für die geringe Akzeptanz der offenen Marktplätze, an denen sich mehrere Unternehmen beteiligen, sind zu hohe Kosten, geringe Funktionalität und fehlende Diskretion", so Jaap Favier, Research Director bei Forrester.

Unternehmen, die nicht warten können, bis sich die E-Marktplätze entsprechend weiterentwickelt haben, müssen ihre Lösungen für den elektronischen Datenaustausch entweder auf Extranets aufrüsten oder in eine neue Lösung investieren: den privaten Hub. Private Hubs ermöglichen hohe Einsparungen insbesondere für große Unternehmen in kapitalintensiven Branchen, die hochtechnische, innovative Produkte herstellen, wie beispielsweise die Computerbranche.

Europäische Unternehmen, die die Möglichkeiten eines privaten Hubs für ihre Prozesse voll ausschöpfen wollen, können zwischen drei Hub-Typen mit jeweils unterschiedlich weitreichenden Möglichkeiten für die Interaktion wählen. "Monitor Hubs" machen die Versorgungskette deutlich und erhöhen die interne Effizienz, indem Lieferanten dazu aufgefordert werden, grundlegende Informationen zu veröffentlichen. "Manage Hubs" unterstützen darüber hinaus in Echtzeit die Aktivitäten zwischen den Unternehmen und ihren Lieferanten, wodurch die individuellen und gemeinsamen Prozesse so optimiert werden, dass eine maximale Kosteneinsparung erzielt werden kann. "Optimize Hubs" ermöglichen einen nahtlosen, unternehmensübergreifenden Verfahrensfluss als ideale Lösung. Auf dieser höchsten Ebene der Zusammenarbeit verwischen sich die Grenzen zwischen den Prozessen des Unternehmens und seiner Lieferanten vollständig, so daß sie Lagerhaltung, Marktkenntnisse und Produktstrategien gemeinsam nutzen können.

Ein "Monitor Hub" erfordert nach Angaben von Forrester eine Investition von 6,6 Mio. Euro und ist in 40 Arbeitstagen betriebsbereit. Die jährlichen Einsparungen werden auf 6,7 Mio. Euro geschätzt, was zum größten Teil auf Einsparungen bei Lieferungen zurückzuführen ist. Die Kosten für einen "Manage Hub", die hauptsächlich Beratungs- und Arbeitskosten umfassen, sind in etwa dreimal so hoch wie die für einen "Monitor Hub". Allerdings werden hier die Einsparungen auf bis zu 76 Mio. Euro pro Jahr geschätzt. Die Einsparungen bei einem "Optimize Hub" verdoppeln sich im Vergleich zu einem "Manage Hub", wobei die Investitionen und Betriebskosten zur Integration der Lieferanten und internen Systeme etwa das Dreifache betragen und sich so auf 61 Mio. Euro belaufen.

Forrester Research führte im Rahmen der Studie telefonische Tiefeninterviews mit 30 Führungskräften in Europa sowie mit 20 Branchenexperten und Technologielieferanten. (ST)


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Internet: www.forrester.com/de

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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