Bio ist auch gut fürs Karstadt-Image

Bio ist auch gut fürs Karstadt-Image

Auch in der Insolvenz leistet sich Karstadt seine "Bio-Wochen". Beim Eröffnungstermin in Wiesbaden war von der großen Krise des insolventen Warenhauses nicht viel zu spüren.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Schäfer, Bereichsleiter der Qualitätssicherung des Warenhausunternehmens, musste sich mit erstmals Rolf Weidmann auseinandersetzen. Das ist der Karstadt-Beauftragte von Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg. "Es war etwas schwierig", beschreibt Schäfer die Gespräche, "damals wurde jeder Euro zweimal umgedreht".

Doch Schäfer, ein freundlicher Mann, hat Weidmann davon überzeugen können, dass sich die "Bio-Wochen" gut fürs Image der Lebensmittelabteilungen von Karstadt machen - die Finanzierungen sind seitdem bis zum Jahr 2011 gesichert. Entsprechend zufrieden wirkte der Qualitätssicherungschef heute in der Wiesbadener Karstadt-Filiale beim offziellen Eröffnungsprocerdere der nächsten Runde der "Bio-Wochen" teil.

Zwischen Rolltreppe und Grundschuklasse

Seit zehn Jahren gibt es diese Aktion, in diesem Jahr nehmen 50 Karstadthäuser daran teil. Der Wiesbadener Filialleiter Eckhard Schröder war erfreut über die vergleichsweise zahlreich vertretene Politprominenz und Medienvertreter bei dem Eröffnungstermin. Schröder wollte hier ein Anteilnahme zu Karstadt herauslesen, dessen Zukunft ja weiter unklar ist.

Die Politprominzenz war, neben einer Wiesbadener Stadträtin, die hessische Umweltschutzministerin Silke Lautenschläger, die demnächst das tun wird, was auch ihr Ministerpräsident Roland Koch vorhat: zurücktreten.

An diesem Dienstag steht die CDU-Politikerin von einem Bauernhof aus dem Odenwald im Untergeschoss des Wiesbadener Karstadthauses. Eine Rolltreppe über ihr, Kinder einer Wiesbadener Grundschule um sie herum.

Erdbeeren bitte nur in der Saison


Lautenschläger lobt Hessen als wichtiges Bundesland für biologische Landwirtschaft und wirbt deutlich für regionalen Einkauf von Lebensmitteln. "Bioprodukte werden nicht besser, wenn sie lange Wege hinter sich haben." Erdbeeren, zum Beispiel, sollten nur in die Läden, wenn das Obst Saison hat. "Im Winter gehören diese Früchte nicht auf den Tisch", fordert die Ministerin.

Dann eilt Silke Lautenschläger zum nächsten Termin, der Meister-und-Bio-Koch Markus Haxter bereitet den Grundschülern eine warme Nudelmahlzeit, und Roland Schäfer beißt zufrieden in ein Lachsschnittchen. Die "Bio-Wochen" bei Karstadt haben begonnen.

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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