Doch Schäfer, ein freundlicher Mann, hat Weidmann davon überzeugen können, dass sich die "Bio-Wochen" gut fürs Image der Lebensmittelabteilungen von Karstadt machen - die Finanzierungen sind seitdem bis zum Jahr 2011 gesichert. Entsprechend zufrieden wirkte der Qualitätssicherungschef heute in der Wiesbadener Karstadt-Filiale beim offziellen Eröffnungsprocerdere der nächsten Runde der "Bio-Wochen" teil.
Zwischen Rolltreppe und Grundschuklasse
Seit zehn Jahren gibt es diese Aktion, in diesem Jahr nehmen 50 Karstadthäuser daran teil. Der Wiesbadener Filialleiter Eckhard Schröder war erfreut über die vergleichsweise zahlreich vertretene Politprominenz und Medienvertreter bei dem Eröffnungstermin. Schröder wollte hier ein Anteilnahme zu Karstadt herauslesen, dessen Zukunft ja weiter unklar ist.
Die Politprominzenz war, neben einer Wiesbadener Stadträtin, die hessische Umweltschutzministerin Silke Lautenschläger, die demnächst das tun wird, was auch ihr Ministerpräsident Roland Koch vorhat: zurücktreten.
Erdbeeren bitte nur in der Saison
Lautenschläger lobt Hessen als wichtiges Bundesland für biologische Landwirtschaft und wirbt deutlich für regionalen Einkauf von Lebensmitteln. "Bioprodukte werden nicht besser, wenn sie lange Wege hinter sich haben." Erdbeeren, zum Beispiel, sollten nur in die Läden, wenn das Obst Saison hat. "Im Winter gehören diese Früchte nicht auf den Tisch", fordert die Ministerin.
Dann eilt Silke Lautenschläger zum nächsten Termin, der Meister-und-Bio-Koch Markus Haxter bereitet den Grundschülern eine warme Nudelmahlzeit, und Roland Schäfer beißt zufrieden in ein Lachsschnittchen. Die "Bio-Wochen" bei Karstadt haben begonnen.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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