BMWA fördert E-Learning-Projekte für die Praxis

BMWA fördert E-Learning-Projekte für die Praxis

Im Rahmen des Leitprojekts LERNET fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit seit Mitte 2001 elf Vorhaben zur Entwicklung von E-Learning-Lösungen für den Mittelstand und öffentliche Verwaltungen. Die Halbzeit des LERNET-Netzwerks zeigt jetzt erste praxisrelevante Ergebnisse.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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In den Bereichen Betriebswirtschaft und Electronic Publishing bis hin zu Controlling stehen viele Lernmodule zur Verfügung. Mit Akzeptanzstudien, Nutzerprofilen, didaktischen Konzepten und Entscheidungshilfen für die Auswahl von Lernplattformen wurden wichtige Grundlagen geschaffen.

"Die anwendungsorientierten, branchen- und berufsfeldübergreifenden LERNET-Lösungen für die betriebliche Weiterbildung verschaffen dem Mittelstand Zugang zum E-Learning", sagt Wolfgang Clement, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. "Die berufliche Aus-und Weiterbildung von Mitarbeitern, die zu 70% im Mittelstand beschäftigt sind, gehört zu einem entscheidenden Bestimmungsfaktor für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Die klassische Wissensvermittlung erfolgte bisher nicht immer zeit- und bedarfsorientiert und ist häufig für Mitarbeiter zeitraubend." E-Learning sei eine attraktive Alternative, wobei die richtigen Lösungen einen enormen Markt eröffneten.

Zu den wichtigen Erfolgsfaktoren von LERNET gehört die Weiterentwicklung von gemeinsamen E-Learning-Standards, um Austausch, Aktualisierung, Anpassung, Wiederverwendung und Einbindung von Lernmodulen in spezifische Lernumgebungen möglichst einfach zu gestalten. So können kostspielige Neuentwicklungen vielfach vermieden werden. Durch Kooperationen, vor allem innerhalb des LERNET-Netzwerks, sollen kompatible Lösungen entstehen, die z.B. den Content-Austausch ermöglichen, ein breites Spektrum abdecken, und so die Marktchancen erhöhen.

Mit dem Beginn der zweiten Projekthalbzeit geht es nun verstärkt darum, Vermarktungschancen und Geschäftsmodelle auszuloten. Varianten sind z.B. Pay-per-lesson, Kombinationen aus Präsenzkursen mit E-Learning (Blended Learning), zielgruppenabhängige Kursgebühren, die Nutzung von bestehenden Vertriebskanälen, zusätzliche Beratungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen sowie Finanzierungsmodelle über Werbung und Sponsoring. Die LERNET-Vorhaben sind u.a. mit Qualifizierungsmodellen für das Handwerk, die öffentliche Verwaltung und für die geregelte berufliche Aus- und Weiterbildung breit angelegt. Ein wichtiger Ansatz liegt in der interdisziplinären Zusammensetzung der Vorhaben: Erfahrungen und Bedürfnisse von Lernenden und Betreuern fließen unmittelbar in jede Entwicklungsphase ein, Lernmodule werden durch den ständigen Austausch der Projektpartner für die Praxis optimiert. Die Konsortien werden durch Begleitforschung unterstützt und beraten. Sie trägt insbesondere zum Ergebnistransfer zwischen den Vorhaben und nach außen bei.

Ausführliche Informationen zu LERNET sind im Internet unter der Adresse www.lernet-info.de verfügbar. Die nächsten öffentlichen LERNET-Fachworkshops finden auf der LearnTec 2003 in Karlsruhe statt. (AP)


KONTAKTE:

LERNETResearch:
MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung; Essen
Tel.: 0201/720270 E-Mail: lernet@mmb-institut.de


LERNETKommunikation:
Adolf Grimme Institut, Marl
Tel.: 02365/918928
E-Mail: lernet@grimme-institut.de


Projektträger:
Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt e.V. (DLR),Köln
Projektträger Multimedia des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit
Telefon:02203/6012785
E-Mail: Thomas.Wahl@dlr.de

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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