Brüssel will Einkaufen in Europa vereinfachen

Brüssel will Einkaufen in Europa vereinfachen

Die EU will das grenzüberschreitende Einkaufen vereinfachen. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, kündigte in einem Zeitungsinterview an, ein neuartiges europäisches Kaufrecht an.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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In Deutschland gilt für das Kaufrecht das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), in das zahlreiche europäische Richtlinien etwa zu Gewährleistungsverpflichtungen oder Widerrufsrechten eingeflossen sind. Doch nun plant die EU laut Kommissarin Viviane Reding tatsächlich ein eigenes EU-Kaufrecht zu schaffen.

Wahlrecht der Verbraucher soll E-Commerce beflügeln

Demnach sollen Verbraucher die europäische Rechtsgrundlage bei einer Bestellung im Ausland optional anstelle nationaler Regelungen wählen können. "Wenn die Unternehmen grenzüberschreitend verkaufen wollen, können sie dies auf der Basis eines EU-Regelwerks tun", erläuterte Reding im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Das spart Kosten und bringt Rechtssicherheit." Besonders der Onlinehandel solle dadurch erleichtert werden.

Die EU-Politikerin betonte in der "NOZ", die neue Verordnung solle die nationalen Vorschriften nicht ersetzen, sondern als Alternative neben die Rechtsordnungen der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union treten.

Das neue Kaufrecht, dem jüngst der Rechtsausschuss des EU-Parlaments den Weg geebnet habe, enthalte "alle wesentlichen Regeln" für einen Vertrag, betonte Reding. Dazu gehörten auch vorvertragliche Informationspflichten oder Widerrufsrechte. Nur 9 Prozent der Konsumenten würden bisher Waren im EU-Ausland erwerben. Dabei könnten sie für identische Produkte bis zu 24 Prozent sparen.

dpa, DH

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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