
Buchhandel will Amazon mit Kartellamt ausbremsen, Amazon spart Papier, Kreditech, 3Suisses, Reserved, Mobile Commerce
Buchhandel: Der Börsenverein des deutschen Buchhandels geht per Beschwerde beim Bundeskartellamt gegen Amazon vor und beklagt sich, Amazon nutze seine Marktmacht als Einkäufer von E-Books aus. Anlass sind unter anderem die Verzögerungen bei der Auslieferung von gedruckten Büchern der Verlagsgruppe Bonnier, um höhere Rabatte beim Einkauf von E-Books zu erzwingen. Die Rede ist von Rabatten beim E-Book-Einkauf bis zu 50 % (Derzeit rund 30 %). Amazon will mit seinem Vorgehen die Konditionen für E...
Jetzt lesen: Kreditech kassiert 40 Millionen Dollar, Amazon verzichtet auf Papierrechnungen.
Amazon: Bei Amazon kommen keine gedruckten Rechnungen mehr ins Paket. Grund 1: Umweltschutz. Grund 2 wohl eher: Kosten sparen. Der Kunden soll sich die Rechnung künftig selbst ausdrucken, informiert Amazon via Facebook. Golem findet das mit Blick auf das Umsatzsteuergesetz problematisch: Der Kunde müsse einem solchen Procedere erst zustimmen.
Tweet des Tages:
“Der E-Book-Boom ist vorerst vorüber.” http://t.co/yFdcDl42Y0 - nee, der hat noch gar nicht richtig angefangen!
— Nico Lumma (@Nico) 24. Juni 2014
Kreditech: 40 Millionen US-Dollar sammelt Kreditech ein. Die Hamburger Plattform für das Social-Scoring der Kreditwürdigkeit von Kunden bekam bereits Anfang des Jahres in einer Finanzierungsrunde 15 Millionen US-Dollar. Das besondere an dem Startup, das etailment bereits Anfang 2013 vorgestellt hat: Kreditech nutzt für das globale Echtzeit-Scoringsystem unter anderem ortsbezogene Daten (GPS), Social Graphs (Likes, Freunde, Locations, Posts), Verhaltensanalysen (Bewegen und Verweildauer auf der Webseite), Online-Shopping-Verhalten sowie Gerätedaten (Installierte Apps, Betriebssysteme) als Datenpunkte, die dann für jede einzelne Scoringeinheit in Echtzeit verarbeitet werden. Diesmal sind bei der Finanzierungsrunde unter anderem Värde Partners, Blumberg Capital und Point Nine Capital mit dabei. Wiwo
Tweet des Tages: Bei der Antwort auf eine Presseanfrage an Amazon ging gleich der interne Mail-Verkehr mit:
Presseanfrage an Amazon, nichtssagende Antwort bekommen, runtergescrollt, firmeninternen Weiterleitungstext entdeckt. pic.twitter.com/l3Fe6uENR4
— Ein Online-Redakteur (@Scherzinfarkt) 23. Juni 2014
3Suisses: Die Otto Group stellt das Deutschlandgeschäft von 3Suisses ein. Der Händler für französische Mode soll sich auf seine Kernmärkte konzentrieren. Handelskraft
Reserved: Die Modemarke Reserved aus Polen startet im Juli einen Online-Shop in Deutschland. Im September folgen die ersten Läden. Aufmerksamkeit soll das Model Georgia May Jagger in einer Werbekampagne erzeugen. Fabeau
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Atalanda: Atalanda widmet sich dem lokalen Markt und bringt die Händler gebündelt ins Netz damit Kunden bei ihren Händlern vor Ort einkaufen können und die Ware dann noch am gleichen Tag geliefert bekommen. Dominik Goltermann, Hubert Hölzl und Rene Baisch haben nach Hamburg und Salzburg nun auch die Weltstadt Wuppertal für die Idee begeistiert. Njuuz
Digitale Praxis:
Pinterest: Die Bilder-Pinnwand wird so langsam auch in Deutschland immer beliebter. Practical E-Commerce hat sechs Ratschläge , wie sich auf dem Auftritt dort mehr herausholen lässt.
E-Mail-Marketing: Die Zustellbarkeit von E-Mail-Kampagnen ist zwar von vielen Faktoren abhängig. Internet World gibt 10 Tipps, wie es mit der digitale Werbepost klappt.
Facebook: In einem Report hält Forrester fest, dass der angebliche Exodus von Teenagern bei Facebook reichlich übetrieben ist. Sie mögen das Netzwerk zwar nicht mehr ganz so cool finden, doch von gigantischem Desinteresse keine Spur: Von 4.500 befragten Jugendlichen zwischen 12 und 17 nutzen zwei Drittel Facebook wenigstens einmal im Monat, ein Drittel ständig. Venture Beat
Digitale Trends & Fakten:
Mobile Commerce: In einem globalen Mobile-Report kommt der Performance-Display-Dienstleister Criteo zu dem Ergebnis, dass Mobile die Nutzung des Desktops nicht ersetzt, sondern vielmehr zusätzliche Verkäufe generiert. Abhängig von Wochentag und Uhrzeit werden mobile Endgeräte und PCs unterschiedlich stark genutzt; so steigen beispielsweise an einem Sonntag die Abverkäufe via iPad um 16 %, während der Verkauf über den PC am gleichen Tag um 10 % fällt.
Mobile Commerce II: 44 % der britischen Internetkunden shoppen auch mit dem Smartphone. Das sagt eine Umfrage des Retail-Dienstleisters Omnico. Internet Retailing
Personalisierung: 41 % der Deutschen finden einen personalisierten Webshop gut, 41 % gruselt es da eher. Das hat der W3B Report "MeCommerce" von Fittkau & Maaß eruiert, dessen Ergebnisse erstmals auf dem etailment Summit Anfang Oktober in Berlin ausführlich vorgestellt werden. etailment
Zahl des Tages: Überraschend ist das nicht: Im Urlaub wird im Web weniger mobil eingekauft. Zwar nimmt ein der Großteil der User Smartphones, Tablets & Co. zwar mit auf die Reise, doch nur jeder Fünfte, will die Geräte dann auch zum Einkaufen nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, die das Online-Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß unter mehr als 2.000 deutschen Internet-Nutzern durchgeführt hat.
Grafik des Tages: Sie wollen wissen, wer die Top 30 im E-Commerce in Russland sind? Zwei Tabellen bei EWDN geben eine Übersicht. Auf Platz 3 ist übrigens die Otto Group.
Lesetipp des Tages: Großartiger und diskussionswürdiger Artikel über den Mythos disruptiver Innovation: "The Disruption Machine" im New Yorker.
Beliebtester Beitrag am Vortag: Keine Panik vor Amazon und Google? Jetzt wäre für den Handel eine gute Gelegenheit für Panik
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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