Cousture - Kampf dem modischen Massenkonsum

Cousture - Kampf dem modischen Massenkonsum

Cousture.de ist ein Online-Marktplatz, der junge, unabhängige Modedesigner präsentiert. Dabei sollen auch die persönlichen Geschichten und die Menschen hinter den Marken wirken. Auf die eigene Wirkung baut das Start-up gerade mit einer Crowdfunding-Kampagne.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Cousture will Kunden eine Alternative zum modischen Massenmarkt bieten und jungen Modelabels zu einem größeren Publikum verhelfen.

Um selbst zu wachsen, läutet das Start-up, das 2016 von Lara Grün und Karina Sorega-Unberath gegründet wurde, heute eine Crowdfunding-Kampagne ein. Finanzierungsziel sind 50.000 Euro, die in das Marketing, die Verbesserung der Website und notwendige IT-Anpassungen gesteckt werden sollen.

Wie Cousture dazu beitragen will, einen bewussten Konsum zu fördern, erklärt Lara Grün im Gespräch mit Etailment. Mal ehrlich und ohne Buzzwords - Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?

Lara Grün: Wir bieten Nachwuchsdesignern und aufstrebenden Modelabeln eine Online-Verkaufsplattform, auf der sie ihre Mode vertreiben können. Wir verhelfen Designern zu einer größeren Reichweite, unterstützen sie dabei, ihre Kollektionen bekanntzumachen und zusätzliche Umsätze abseits ihrer bestehenden Vertriebskanäle zu generieren.

So können sie sich voll auf ihren kreativen Designprozess und die Produktion ihrer Kollektionen fokussieren. Modeliebhaber haben auf Cousture die Chance, die Designer und Geschichten hinter den Marken kennenzulernen und einzigartige Mode direkt online zu shoppen.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet?

Lara Grün: Online-Marktplatz für Independent-Designer-Fashion bietet exklusiven Vertriebskanal für Nachwuchsdesigner und aufstrebende Modelabel.

Okay, für den besonderen Vorteil, den USP, bekommen Sie hier einen weiteren Tweet Platz:

Lara Grün: Cousture bietet einzigartige Mode von ausgewählten unabhängigen Designern. Kunden haben hier eine echte Alternative zu Fast Fashion. Ziel von Cousture ist es, durch Transparenz wieder einen Bezug zur Kleidung und dem Hersteller aufzubauen und den bewussten Konsum zu fördern: Wo kommt meine Kleidung her, unter welchen Bedingungen wurde sie produziert und welche Ideen stecken dahinter?

Welche Unternehmen konnten Sie bereits überzeugen?

Lara Grün: Wir arbeiten bereits mit über zwanzig großartigen Fashionbrands zusammen. Like a bird beispielsweise designt duftende Kleider aus Rosenfasern. Das Ökolabel Gesine Jost holt sich seine Inspiration ebenfalls aus der Natur und verwendet unter anderem Brennnessel und Bambus für die Produktion - aber auch Airbags und Autokabel können schon mal in einem Blouson enthalten sein. Imaima widmet sich ganz der fairen und umweltfreundlichen Produktion in Indien.

Zudem haben wir einen ersten treuen Kundenstamm aufgebaut, der regelmäßig nach neuen Styles auf Cousture stöbert.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?

Lara Grün: Wir freuen uns über jede neue Marke, die innovative und ausgefallene Mode kreiert und gemeinsam mit uns den Modemarkt revolutionieren möchte! Weg von Fast Fashion und Massenkonsum hin zu bewusstem Konsum und Wertschätzung des kreativen Designprozesses.

Zusätzlich freuen wir uns über Kooperationen mit inspirierenden Modemagazinen, Fashion-Bloggern und Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit und Slow Fashion.

Was war das wichtigste Learning seit dem Start?

Lara Grün: „Do what you love & love what you do!“ Gerade als junges Start-up in einer Nische hat man es nicht immer leicht, sich Gehör zu verschaffen und Kundenreichweite zu generieren. Wir haben gemerkt, dass wir vermehrt mit den „richtigen“ Menschen und Netzwerken sprechen müssen - Gleichgesinnten, die genauso für Mode brennen wie wir! Außerdem haben wir gelernt, nicht zu lange zu überlegen, sondern einfach mal zu machen und Neues auszuprobieren.

Und was haben Sie daraus gemacht?

Lara Grün: Wir gehen nun gezielt „raus“, präsentieren unseren Marktplatz und suchen aktiv nach Multiplikatoren, Kooperationen und Partnern, um mit ihnen gemeinsam zu wachsen. Als Onlineplattform ist es unsere wichtigste Aufgabe, Reichweite für unsere Designer zu schaffen. Und das geht nun mal nicht allein im stillen Kämmerlein.

Auf welche Erfolgszahl(en) sind Sie besonders stolz?

Lara Grün: Wir konnten unseren Traffic in diesem Jahr um 90% steigern und unseren loyalen Bestand an innovativen Designern weiterentwickeln!

Welche Marketingkanäle sind für Sie besonders relevant und warum?

Lara Grün: Instagram ist bei uns für dieses Geschäftsjahr das Zauberwort. Zukünftig wollen wir vermehrt mit Bloggern und Influencern zusammenarbeiten. Aber auch SEO ist wichtig für uns. Ein Großteil der Kunden findet uns auf der Suche nach individueller Fashion über die etablierten Suchmaschinen wie Google und Konsorten.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne über Ihr Start-up 2020 in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Lara Grün: Einzigartig schön – Wieso Meghan Markle auf dem Online-Markplatz Cousture ihre Kleidung shoppt.

Start-ups ohne Buzzwords:

Können auch Sie Ihr Start-up ohne Buzzwords erklären? Sie sind Gründer eines innovativen und spannenden Unternehmens im Umfeld von Handel und FMCG? Dann melden Sie sich bei uns jederzeit unter kolbrueck@etailment.de

Alle bisher vorgestellten Start-ups finden Sie unter etailment-Startups.de.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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