Crowdfunding-Markt wächst langsamer

Crowdfunding-Markt wächst langsamer

Sich Geld von der Masse zu leihen, ist in Deutschland mittlerweile eine gängige Alternative zum Bankkredit. Allerdings beklagen auch die Crowdfunding-Anbieter die stärkere Regulierung.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Wachstumsdelle im vergangenen Jahr

Dabei beklagen sich die deutschen Crowdfunding-Unternehmen über die stärkere Regulierung, die das Wachstum im vergangenen Jahr gebremst habe: "Durch die Umstellungen im Rahmen des Kleinanlegerschutzgesetzes wurden viele Finanzierungsprojekte ins Jahr 2016 verschoben. Dadurch kam es 2015 zu einem Wachstumsdämpfer", sagte Jamal El Mallouki, Vorsitzender des Vorstandes des Bundesverbandes Crowdfunding. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sei die Finanzierung über die Masse langsamer gewachsen.

Doch die Branche gibt sich gelassen:"An den Quartalszahlen im Jahr 2016 sieht man, dass dies nur eine kleine Wachstumsdelle war", so El Mallouki. Die Branche erwarte für das laufende Jahr erneut ein Rekordvolumen.

Crowdinvesting steigt an

Die Finanzierungsrunden steigen in Deutschland sehr stark an, so ein weiteres Ergebnis der Erhebung. In Deutschland liege die durchschnittliche Investitionsrunde beim „Crowdinvesting“, also der Crowdfunding-Art, bei der die Kapitalgeber mit ihrem Investment in der Regel Beteiligungen am Unternehmen erwerben, bei rund 349.000 Euro.

"Crowdfunding schließt für viele innovative Unternehmen und Projekte eine Finanzierungslücke", sagt Uli Fricke, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands des Bundesverbands. Immerhin 8 Prozent der Investitionen über der Crowd komme von institutionellen Investoren, sagt Fricke. Der Regulierungsrahmen sei insbesondere in Deutschland jedoch nicht mehr zeitgemäß.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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