Das Netz kennt kein Saisongeschäft

Das Netz kennt kein Saisongeschäft

Exklusiv: Der "Pago-Report 2008" gibt Auskunft über das Kaufverhalten im Internet. Der Handel veröffentlicht Auszüge vorab.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Im Gegensatz zu zahlreichen Umfragen, die zum Zahlungsverhalten im Internet kursieren, beruht der "Pago Report" auf der Basis von rund 30 Millionen tatsächlichen Online-Transaktionen. Das Wirtschaftsmagazin Der Handel berichtet über einige wesentliche Trends und Entwicklungen aus der Untersuchung vorab:

Wie wird im Netz bezahlt?

Die Kreditkarte dominiert weiterhin klar das Zahlverhalten im europäischen E-Commerce. Maestro als neue Zahlart kommt bereits auf einen Anteil von über 4 Prozent. In Großbritannien wird bereits fast ein Zehntel aller Transaktionen über dieses Verfahren abgewickelt. Bei den deutschen Konsumenten dominiert hingegen nach wie vor das Lastschriftverfahren - wenn auch mit etwas abnehmender Tendenz.
Die nur in der Bundesrepublik angebotene neue Zahlart Giropay erreicht insgesamt einen Anteil von 2,38 Prozent. Damit ist Giropay der Gewinner unter den Newcomern. Das Zahlverfahren wurde 2006 von den Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie der Postbank ins Leben gerufen. Zunehmend gewinnt auch in Deutschland die Kreditkarte an Bedeutung. Insbesondere ausländische Kunden zahlen in deutschen Shops nahezu ausschließlich damit.

Wann wird im Netz eingekauft?

Die umsatzstärksten Wochentage im europäischen E-Commerce sind der Dienstag und der Freitag. Aber auch am Wochenende wird zunehmend im Netz eingekauft. Nach wie vor kaufen die Europäer am häufigsten zwischen 8 und 18 Uhr - also während der Arbeitszeit. Spitzenumsätze werden europaweit zwischen 16 und 18 Uhr erzielt. Allerdings gibt es einen Trend zur Verschiebung in die Abendstunden. Die deutschen Verbraucher nutzen am häufigsten den Zeitraum zwischen 20 und 22 Uhr zu shoppen.

Männer kaufen auch im Netz anders als Frauen

Die meiste Transaktionen im Internet bewegen sich in einer Preisspanne zwischen 10und 100 Euro. Der durchschnittliche Warenkorbwert von Frauen ist dabei höher als bei Männern. Nur in Deutschland kaufen die Männer im Netz mehr ein als die Frauen.

Warenkörbe mit hohen Rückbelastungen

Die höchste Chargeback-Quote lag 2007 laut Pago-Report bei Warenkorbwertgruppe zwischen 100 und 500 Euro (Vorjahr ab 500 Euro). Bei Zahlungsausfall durch ELV-Rücklastschrift lag die höchste Quote bei Warenkörben im Wert von 10 bis 100 Euro. Die wenigsten Zahlungsausfälle durch ELV-Rücklastschrift wurden bei Warenkörben über 500 Euro verzeichnet.

 Der vollständige "Pago Report 2008" wird im Laufe dieser Woche veröffentlicht und kann auf der Homepage von Pago eTransaction bestellt werden. Im Herbst wird darüber hinaus zum zweiten Mal der "Pago Retail Report" mit einer speziellen Auswertung für die Handelsbranche herausgegeben.

Teilen
Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.