
Dawnay Day bleibt ein Problem für Karstadt
Was Dawnay Day treibt, im letzten Moment die Übernahme von Karstadt durch Investor Berggruen zu blockieren, ist unklar. Auch der Betriebsrat des Warenhauskonzers ist wegen dieses Störfeuers in großer Sorge.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentBetriebsrat warnt
Dawnay Day hatte Widerspruch gegen den Karstadt-Insolvenzplan eingelegt und droht damit, die für Donnerstag geplante Aufhebung des Karstadt-Insolvenzverfahrens zu blockieren. Angeblich beläuft sich die Forderung der Briten an das Warenhaus auf einen sechsstelligen Betrag. Allen rund 40.000 Karstadt-Gläubigern steht freilich nur 3 Prozent davon zu. Der Insolvenzplan sieht vor, dass die Gläubiger auf bis zu 97 Prozent der Forderungen an Karstadt in einer Gesamthöhe von rund zwei Milliarden Euro verzichten.
Einen weiteren Widerspruch gegen den Insolvenzplan hatte das Bocholter Unternehmen Gilde Handwerk am Mittwoch zurückgezogen. Dessen Antrag auf Akteneinsicht beim Essener Amtsgericht bleibt aber bestehen. Gilde Handwerk reklamiert Unstimmigkeiten im Insolvenzplan.
Zudem hat eine Tochter des Unternehmens noch eine offene Forderung Höhe von 6.000 Euro. Die ihnen letztlich zustehenden 180 Euro (3 Prozent) will der Lieferant für Geschenke und Wohnaccessoires caritativen Zwecke spenden, sagte Wilhelm Seggewiß, kaufmännischer Leiter des Unternehmens, zu derhandel.de
Der Karstadt-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Hellmut Patzelt warnte unterdessen in einem Gespräch mit dem Deutschlandradio Kultur vor weiteren Verzögerungen. Die Unklarheit über den weiteren Bestand der Kaufhauskette sorge bei den Mitarbeitern für große Unsicherheit, sagte Patzelt.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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