Der Handel wächst nur im Internet

Der Handel wächst nur im Internet

Die Marktforscher von der GfK erwarten für den stationären Handel in diesem Jahr erstmals ein Minus. Das Wachstum im Onlinehandel soll den Schwund jedoch insgesamt in ein leichtes Plus drehen.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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In der Studie "GfK Einzelhandelsumsatz 2014" weist die GfK regionale, stationäre Einzelhandelsumsätze für alle Kreise und Gemeinden Deutschlands mit mehr als 10.000 Einwohnern aus und prognostiziert die Umsätze am Ort des Verkaufs.

Online- und Versandhandelsumsatz bei 47,5 Milliarden im Jahr 2014

Demnach erreicht der Umsatz im stationären deutschen Einzelhandel 2014 ein Volumen von 408 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Minus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Gleichzeitig erwarten die Einzelhandelsexperten aus Nürnberg hingegen, dass sich die Internetumsätze weiter erhöhen, auf ein Gesamtvolumen für den Distanzhandel von 47,5 Milliarden Euro. Im Ergebnis rechnet die GfK damit mit einem leichten Plus für den deutschen Einzelhandel von nominal 1,2 Prozent für 2014. "Allerdings werden zu erwartende Preissteigerungen zu einer geringeren realen Wachstumsrate führen", warnen die Markforscher.

"Das veränderte Verbraucherverhalten spiegelt sich direkt in den Einzelhandelsumsätzen wieder: Die Online-Umsatzzuwächse werden noch deutlicher als in den Jahren zuvor zu Lasten des stationären Einzelhandels gehen", sagt GfK-Expertin Simone Baecker-Neuchl. "Der Strukturwandel im Handel ist in vollem Gange und Einzelhändler müssen stimmige und zukunftsweisende Konzepte für ihre Online- und Offline-Verkaufskanäle entwickeln.

Starke Regionen und Standorte

Der Onlineboom biete insgesamt betrachtet auch dem stationären Handel Chancen. Besonders kleinere Händler stünden aber vor großen Herausforderungen, so Baecker-Neuchl. Es gibt jedoch viele Regionen und Standort, die nach wie vor attraktiv für den stationären Handel sind, wie die Studie "GfK Einzelhandelsumsätze 2014" zeigt.

Die zehn umsatzstärksten Kreise in Deutschland machen demnach gemeinsam 17,5 Prozent des gesamten stationären Einzelhandelsumsatzes in Deutschland aus. In den deutschen Metropolen kann der Handel mit guter Markenpräsenz, Nachfrage und Umsätzen, aber zugleich auch einer großen Konkurrenz rechnen, folgern die Gfk-Experten. Bei Expansionsplanungen und der Filialnetzpflege seien für den Handel allerdings ausgewählte Mittelstädte von großer und weiter wachsender Bedeutung. Mittelstädte mit Versorgungsfunktion für ihr Umland erzielen laut GfK rechnerische Pro-Kopf-Umsätze, die beim Doppelten des Bundesdurchschnitts liegen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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