
Der Pfandstreit tobt
Die Deutsche Umwelthilfe wirft Brauereien und Lidl Pfandbetrug vor. Die Betroffenen wehren sich. Die Deutsche Umwelthilfe wirft Brauereien und Lidl Pfandbetrug vor. Die Betroffenen wehren sich.#/AB#Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) und dem Verband Private Brauereien nutzen Großbrauereien und der Discounter Lidl Regelungslücken und spekulieren auf Zusatzeinnahmen durch erhöhten „Pfandschlupf”. L
Björn BöerChefredakteurLidl-Bierflaschen werden fälschlicherweise als Mehrwegflaschen erkannt, so der Vorwurf: „Pro falsch erkannter Flasche kassiert der Abfüller zu unrecht 25 Cent und das Mehrwegsystem wird zusätzlich um 8 Cent geschädigt.”
Rechtliche Schritte angekündigt
„Es ist kein Zufall, dass die bei Lidl verkauften Einweg-Bierflaschen ihren Pendants aus dem Mehrwegbereich zum Verwechseln ähnlich aussehen”, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.
Resch kündigte „rechtliche Schritte” an und forderte die Unternehmen auf, die Produktion und den Verkauf der irreführenden Bier-Einwegflaschen einzustellen.
Alles nur Panikmache?
Die Brauerei C. & A. Veltins wies den Vorwurf der Irreführung der Verbraucher als unzutreffend und überzogene Panikmache zurück.
„Allein schon die Höhe der Flaschen ist so unterschiedlich, dass das Einweggebinde aus dem Mehrwegkasten erkennbar herausragt”, so Marketingdirektor Herbert Sollich.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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