
Der Staat kauft im Internet ein - mit angezogener Bremse
Das Bundeskabinett hat letzte Woche die Vergabeverordnung für öffentliche Aufträge geändert. Voraussichtlich ab Februar 2001 können Unternehmen auf staatliche Ausschreibungen auch mit online abgegebenen Angeboten reagieren.
Björn BöerChefredakteurDie Entscheidungen, sowie der gesamte Prozess sollen dann über das Internet möglich sein. Die Vertraulichkeit der Angebote wird durch die Verknüpfung mit der digitalen Signatur gewährleistet. Öffentliche Auftraggeber schreiben jährlich Produkte und Dienstleistungen im Wert von etwa 500 Mrd. DM aus.
Nachdem die gesetzlichen Rahmenbedingungen von Seiten der EU geschaffen wurden, hat Deutschland die Chance ergriffen, dass die Verwaltung umfassend das Internet in seine Abläufe einbinden kann. Erste Pilotprojekte von Bundesbehörden sollen die Voraussetzungen klären und Grundlagen für andere Behörden schaffen.
Allerdings setzt der heutige gesetzliche Rahmen noch Grenzen. Der Gesetzgeber stellt nicht nur hohe Anforderungen an die Geheimhaltung, sondern sichtet abgegebene Angebote erst zu einem festen Zeitpunkt.
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Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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