Desktop oder Mobile: Wohin mit dem Budget?

Desktop oder Mobile: Wohin mit dem Budget?

Mobile Commerce gewinnt immer mehr an Bedeutung für den Abverkauf. Für Händler mit beschränktem Budget stellt sich da zunehmend die Frage, ob sie dem Schlachtruf “Mobile first“ folgen, ob sie dringend nötige Optimierungen für den Desktop-Auftritt zuvorderst in Angriff nehmen und ob sie ihre knappen Werbegelder eher in Mobile Marketing stecken. Eine Customer Journey Analyse des Münchner Technologieunternehmen intelliAd Media könnte da Entscheidungshilfe leisten.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Fest steht: Trotz des mobilen Boom läuft der PC beim Shopping dem Smartphone noch bei etlichen Kennziffern den Rang ab. Zwar laufen inzwischen laut Studie rund ein Drittel des Shopping-Traffics über mobile Geräte (32 Prozent), doch mehr als vier von fünf Online-Einkäufen (82 Prozent) erledigen die Deutschen immer noch über den PC oder den Laptop.

Auch bei der Conversion Rate ist der stationäre Rechner mit 2,8 Prozent im Schnitt absolute Spitze – geräteübergreifend liegt der Wert gerade mal bei 2,2 Prozent.

Allen Powerpoint-Folien vom „Second Screen“ zum Trotz, ist die TV-Primetime auch am PC Online-Shopping-Primetime: Zwischen 20 und 23 Uhr wird am meisten online gekauft. Dabei erreicht nicht nur der Traffic, sondern auch die Conversion Rate Spitzenwerte.

Gut zu wissen: Beim Online-Shoppen via Tablet lassen sich die Deutschen mehr Zeit. Es dauert im Schnitt rund 140 Stunden und 3,8 Visits bis ein Onlinekauf auf iPad & Co. abgeschlossen ist. Das sind 15 Stunden mehr als am PC.

Die Zahlen der Customer Journey Analyse können aber nur ein erster Fingerzeig sein. Zwischen einzelnen Branchen klaffen gewaltige Unterschiede: So finden beispielweise laut einer Studie von 2015 bei Luxusmode und im Segment Inneneinrichtungen 17 bzw. 14 Prozent der Verkäufe auf Tablets statt, während bei Elektronik- und Fotoartikeln nur 4 Prozent der Conversions via Tablet erzielt werden.

Entscheidend ist also, durch umfassendes Tracking Shoppingvolumen, Conversion Rate und die Conversion-Verteilung der einzelnen Gerät-Typen zu ermitteln, um dann den Budget-Kuchen zu verteilen. So könnte es je nach Warenkorbgröße und Retourenverhalten sinnvoll sein, SEA- und Display-Kampagnen speziell auszusteuern. Für die Customer Journey Analyse hat das Münchner Technologieunternehmen intelliAd Media im Februar 2016 über eine Million Onlinekäufe aus verschiedenen Branchen analysiert.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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