
Deutsche kaufen mehr Smartphones als TV-Geräte
Sportliche Großereignisse können in der UE-Branche keinen Boom mehr auslösen. Da sich Smartphones und Tablet Computer um so besser verkaufen, können die Händler jedoch nicht klagen.
David WöllensteinRedakteurDie Kunden griffen aber zu Geräten mit größeren Bildschirmen, so dass der Durchschnittspreis trotz des allgemeinen Preisrückgangs bei den Fernsehern leicht um 1 Prozent auf 623 Euro pro TV-Gerät stieg.
Die Hälfte der Fernseher können sich mit dem Internet vernetzen
Etwa die Hälfte der verkauften Fernseher können sich mit dem Internet vernetzen, ein Drittel kann dreidimensionale Bilder erzeugen. Nur ein knappes Drittel der verkauften Geräte hat einen kleineren Bildschirm mit weniger als 37 Zoll (94 Zentimeter) Bildschirmdiagonale. Der Umsatz belief sich auf knapp 6 Milliarden Euro (+0,2 Prozent).
"Smartphones sind das Produkt des Jahres", erklärte gfu-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Kamp. Einen noch steileren Zuwachs erzielten Tablet Computer, die mit 3,3 Millionen Stück ihren Umsatz auf 1,4 Milliarden Euro nahezu verdoppelten. Zu den Verlierern zählen klassische Handys, Notebooks und Desktop-Computer, aber auch einfache Fotokameras mit festem Objektiv. Höherwertige Systemkameras mit Wechselobjektiven wurden hingegen häufiger verkauft.
Insgesamt erzielte die Branche im vergangenen Jahr 28,8 Milliarden Euro (plus 3,9 Prozent) Umsatz. Vor allem das schwache Schlussquartal sorgte dafür, dass die gfu-Wachstumsprognose von 6 Prozent deutlich verfehlt wurde. 2013 sollen die Erlöse laut Verband nun um zwei Prozent auf rund 29,4 Milliarden Euro steigen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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