Die Green Card hat Geburtstag

Die Green Card hat Geburtstag

Auch zwei Jahre nach Einführung der Arbeitserlaubnis für hoch qualifizierte ausländische IT-Fachkräfte ist das Interesse an der so genannten Green Card groß. Dabei entwickelt sich die Green Card zu einem echten Mittelstandsinstrument.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Mit der Debatte um den Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften sei erstmals ein wichtiges Thema der ITK-Branche bundesweit diskutiert worden, betonte Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms. Innerhalb von zwei Jahren habe sich mit der Green Card wirtschaftlich und gesellschaftlich viel geändert. Die Bevölkerung habe die guten Berufsperspektiven in der ITK-Industrie erkannt, die Zahl der Studienanfänger sei enorm in die Höhe geschnellt. Im Gegenzug für die Green Card hat die ITK-Wirtschaft ihr Angebot an Ausbildungsplätzen massiv ausgebaut. Heute sind mehr als 70.000 Ausbildungsverhältnisse in den neuen IT- und Medienberufen registriert.

"Die Green Card ist für unsere Branche ein großer Erfolg und ein wichtiger Standortfaktor", so Harms weiter. Globalisierte Branchen benötigten auch internationale Anwerbe-Optionen. "Wir brauchen weiterhin ausländische Spitzenkräfte, da das deutsche Bildungssystem die hoch qualifizierten Fachkräfte in immer noch nicht ausreichendem Maße hervorbringt. Wir kämpfen heute international um die besten Köpfe", ist Harms überzeugt. Die Green Card sei zudem ein echtes Mittelstandsinstrument. Drei Viertel der Arbeitserlaubnisse gingen an kleine und mittelständische Unternehmen.

Harms weist jedoch auch auf die Schwächen der Green Card hin. Vor allem die 5-Jahres-Regelung stelle ein Hindernis für die Anwerbung von Top-Leuten dar. Unternehmen und Green-Card-Inhaber bräuchten Planungssicherheit auf längere Sicht. Dazu sei die schnelle Umsetzung des Zuwanderungsgesetzes erforderlich. Denn die Steuerung von Einwanderung, die Berücksichtigung lokaler Engpässe auf dem Arbeitsmarkt, einfache Verfahrenswege sowie die Förderung der Integration der Zuwanderer stünden für die Unternehmen an oberster Stelle. Das Zuwanderungsgesetz in seiner jetzigen Form berücksichtige zumindest die meisten dieser Forderungen. (ST)


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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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