
Die Image-Transporter
Die Bekleidungsdienstleister legen mittlerweile individuell variierbare Kollektionen auf. Weil schick aber meist etwas teurer ist, lohnt der Preisvergleich.
David WöllensteinRedakteurModisch aktuell
„Berufskleidung schafft nachweislich Vertrauen und vermittelt den Eindruck von Professionalität. Für den Kunden bedeutet die gepflegte Berufsbekleidung ein angenehmeres Shoppingerlebnis und zeigt, dass man kompetent und service-orientiert arbeitet“, sagt Petra Rozynski, Key Account Managerin bei der CWS-Boco Deutschland GmbH. Bonni Narjes vom Dienstleister Mewa ergänzt: „Nichts ist peinlicher für den Kunden als aus Versehen einen anderen Kunden als Verkäufer anzusprechen.“
Dies sehen auch die meisten Handelsunternehmer so: „Für große Handelsketten ist CI-Kleidung längst eine Selbstverständlichkeit, kleine Einzelhändler allerdings zeigen sich nach wie vor eher zögerlich“, so Christiane Schulz von Initial Textil- und Waschraumservice, der Marke für Dienstleistungen im Bereich Berufskleidung und Waschraumhygiene des Rentokil Konzerns.
Die Dienstleister haben mittlerweile ansehnliche, modisch aktuelle und individuell variierbare Kollektionen entwickelt, die eine betriebsspezifische Umsetzung der Corporate Identity leichter machen. Weil ein scharfer Wettbewerb unter den Mietbekleidungsfirmen tobt, können Handelsunternehmen darüber hinaus auf günstige Preise hoffen.
1. Das Angebot
Berufskleidung wird immer vielfältiger, bequemer und lockerer, die Farbpalette umfangreicher, die Schnitte differenzierter. Das ist auch notwendig, um mehr Akzeptanz bei den Trägern zu erreichen. Das Internet verschafft einen Überblick über Leistungen und handelsspezifische Kollektionen der Dienstleister. Neben Alsco, dem Marktführer unter den Anbietern von gewerblicher Mietbekleidung, sind weitere Firmen wie Mewa Textil-Service AG (http://www.mewa.de/), Initial (http://www.initialservice.de/) und Boco (http://www.boco.de/) zu nennen. Sie sind im Branchenverband Intex organisiert, dort (http://www.intex-verband.de/) finden sich auch die Kontaktdaten weiterer Anbieter.
2. Der Service
Professionelle Dienstleister sollten in der Lage sein, mit Feingefühl für den lokalen Markt, für das betriebliche Budget und für die individuelle Positionierung des Händlers geeignete Produktlinien und spezielle Variationen vorzuschlagen. Zum kostenlosen Einstiegsservice sollte weiterhin gehören: ausführliche Informationen zu den spezifischen (hygienischen) Anforderungen an die Bekleidung, Beratung hinsichtlich der Schnitte, Größen und Mengen sowie hinsichtlich der Wechselhäufigkeiten und Wechselzeitpunkte der Textilien, außerdem detaillierte Informationen über Pflege- und Servicekonditionen.
3. Der Vertrag
Die im Dienstleistungsvertrag festgelegten Leistungen beinhalten im Regelfall: Bringen und Holen, Erfassen und Sortieren, Waschen, Trocknen, Glätten, Prüfen und Zusammenlegen. Dazu gehören die Qualitätskontrolle inklusive Reparaturen und (falls nötig) der Austausch. Der Vertrag läuft meist drei Jahre und kann danach jährlich gekündigt werden.
4. Die Kosten
Mit konkreten Angaben zu den Kosten ihrer Dienstleistung halten sich die Anbieter vornehm zurück. „Eine Kostenkalkulation machen wir für jeden Kunden individuell“, erläutert Petra Rozynski von der Firma Boco. „Die Mietpreise von Standardartikeln wie Schürzen und Hosen allerdings bewegen sich im Bereich von Cent-Beträgen.“
Diese beziehen sich auf die Kosten pro Mitarbeiter und pro Woche. Daran sind die Angebotskalkulationen der Dienstleister ausgerichtet – zumal so auch im Falle von Personalfluktuation keine Missverständnisse aufkommen können.
Die Gebühr für die Ausstattung eines Mitarbeiters orientiert sich im Wesentlichen am Anschaffungspreis der Wäsche, an der Zahl der Garnituren und an den zusätzlichen Leistungen. Die Anschaffungskosten werden auf die Nutzungsdauer verteilt, hinzu kommen die Kosten der Wäschepflege und Instandhaltung. Daraus ergeben sich die Gesamtkosten pro Mitarbeiter. Wobei die Anbieter unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten praktizieren, seien es Gesamtrechnungen oder Teilrechnungen für einzelne Serviceleistungen. Um Vergleichbarkeit herzustellen, sollte der Händler also stets Preis und Gesamtleistungspaket gegenüberstellen.
5. Der Kostenvergleich
Bei den Großbetrieben des Handels wird eine Vergleichsrechnung fast durchgängig zugunsten des Outsourcing ausfallen. „Aber auch für kleine Betriebe ab zwei Mitarbeitern lohnt sich eine Leasing-Lösung“, meint Petra Rozynski. Der Händler jedenfalls sollte genau nachrechnen und alle Kosten einer hausinternen Lösung berücksichtigen.
Klaus Manz
Dieser Artikel erschien in Der Handel, Ausgabe 5/09

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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