
Die Lage "nicht schön rechnen"
Firmenkunden sollten das Vertrauen ihrer Bankberater gewinnen, um noch bessere Kreditkonditionen auszuhandeln. Eine Studie zeigt, welches Verhaltensweisen dazu besonders geeignet sind. Und wie unterschiedlich Banken ticken.
Freiwillig Inhalte kommunizieren
Die Ergebnisse zeigen: Gute Finanzkommunikation entsteht aus Sicht einer Bank, wenn die kreditsuchenden Unternehmen offen und proaktiv agieren. "Die Unternehmen sollten ihre Unterlagen wie Bilanzen immer pünktlich, stetig und unaufgefordert einreichen", schlussfolgert Hansmann. Ein zusätzlicher Pluspunkt sei, wenn auch freiwillig Inhalte kommuniziert werden. "Es ist hilfreich, dem Kundenbetreuer bei der Bank eine Prognose oder eine Analyse mitzuliefern."
Ehrlichkeit kommt gut an
Auch sei Ehrlichkeit sehr wichtig, denn daraus entstehe wiederum Vertrauen. "Wenn ein Geschäftsjahr nicht so gut gelaufen ist, sollte man dies nicht schön rechnen und lieber zugeben, dass man auch für das nächste Jahr Umsatzeinbußen erwartet."
Aus einer guten Kommunikation würden sich für das Unternehmen viele Vorteile ergeben: "Wie andere Studien zeigen, ist die Bank dann eher bereit, einem in Krisenzeiten auch beizustehen und Kreditzahlungen auch mal auszusetzen." Auch würde eine gute Kommunikation dazu führen, dass Unternehmen bevorzugt behandelt werden und dass sie mehr Kapital sowie mehr Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen.
Interessant: Bei den Volksbanken ist das Entstehen von Vertrauen eher von der Person, beim Privatbankberater eher von Inhalt und Fakten abhängig, fand der Forscher heraus.
Redakteurin
Marion Schalk, 37, ist Redakteurin bei Der Handel und etailment.de. Sie schreibt hauptsächlich über den Handel und das liebe Geld: Finanzierung, Payment, Geldanlage, Investionen, Unternehmensnachfolge. Regelmäßig berichtet sie auch über große und kleine Handelsunternehmen und deren Weg in die digitale Zukunft. Als leidenschaftliche Online-Shopperin kennt sie die kleinen und großen Fallstricke von Multi- oder Omnichannel-Konzepten - und weiß um den wichtigsten Aspekt: Der Kunde! Marion Schalk kam von WSJ.de: als Mitglied des Gründungsteams das digitale Wall Street Journal Deutschland auf den Weg gebracht. Davor war sie Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion von T-Online, in den Anfangsjahren ihres Berufslebens arbeitete sie als PR-Beraterin bei Publicis und in der Pressestelle von T-Online International. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik und schloss ihr Master Degree mit Auszeichnung ab. Sie finden die Autorin bei Twitter unter dem Namen @mschlk, bei LinkedIn und Xing. Telefon Nr. +069 7595 1695 E-Mail: schalk@derhandel.de
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