Digitaler PoS: Studien zwischen Horror und Hoffnung (plus Infografik)

Digitaler PoS: Studien zwischen Horror und Hoffnung (plus Infografik)

Wenn Onlinehandel und stationärer Handel verschmelzen, soll Mobile zum Klebstoff am digitalen Point of Sale werden. Serienweise wollen Studien und Prognosen derzeit untermauern, wie relevant mobile Endgeräte am Point of Sale sind und wie sehr die Verbraucher bereits darauf vorbereitet sind, dass die letzten Barrieren zwischen den Einkaufskanälen fallen. Wir haben die spannendsten Zahlen zusammengetragen.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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36 Prozent
würden über GPS den momentanen Standort, 38 Prozent würden außerdem ihre mobile Telefonnummer preisgeben, um Textbotschaften von Händlern zu erhalten. Das will eine weltweite IBM Retail-Studie mit 30.000 Verbrauchern herausgefunden haben.

In fünf Jahren haben lokale Händler die Nase vorn und schlagen den Onlinehandel. Verspricht eine Prognose von IBM. Eine Infografik sagt warum. Die lokalen Händler punkten unter anderem mit Same-Day-Delivery, Augmented Reality und Location-based Services.

78 Prozent der Kunden können es sich vorstellen, Produkte in der Umgebung oder Bilder scannen und so Informationen über Preis und Verkaufsort erhalten. Das sagt eine Ebay-Studie.

In Zukunft wird Click & Collect nach Ansicht von 88 Prozent der Verbraucher weiter an Bedeutung gewinnen, sagt eine Untersuchung von eBay.

Rund 30 Prozent des Umsatzes bei Starbucks werden laut MobilePaymentsToday inzwischen per Mobile Payment, Prepaid-Karten oder Gutscheine abgewickelt. Rund 10 Millionen Kunden zahlen insgesamt per App.

Kunden wünschen sich Online-Verfügbarkeits-Check (70 %) oder kostenfreies W-Lan (70 %) in den Ladengeschäften. Jeder zweite Kunde findet eine Kundenkarten-App mit Coupons oder einen digitalen Kassenzettel toll. Das sagt eine Studie des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Demandware.

Die US-Marktforscher von IHS Technology rechnen damit, dass in vier Jahren bereits 64 Prozent aller in den Handel kommenden Mobiltelefone NFC-fähig sein werden.

39 Prozent der Kunden werden eine Filiale wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich nicht besuchen, wenn sie auf der Website des Retailers keine Angaben zur Warenverfügbarkeit in der Filiale finden. Das sagt eine von Forrester Consulting durchgeführte Studie (im Auftrag von Accenture und hybris) mit dem Titel „Customer Desires Vs. Retailer Capabilities: Minding the Omni-Channel Commerce Gap“. Insgesamt erwarten 71 Prozent der Kunden aktuelle Informationen zur Filialverfügbarkeit.

82 Prozent aller verkauften Mobiltelefone werden 2014 Smartphones sein. Das wären 30 Millionen Geräten. Bitkom

Fast die Hälfte der Smartphone-Besitzer sucht nach stationären Geschäften in ihrer Nähe. Das sagt eine Sonderauswertung von Apprupt im Rahmen der 36. W3B-Umfrage gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß.

Mit 5.000 Euro kann man ein mittelgroßes Kaufhaus mit Beacons ausstatten, so die Kalkulation der Managementberatung Mücke, Sturm & Company. Der Kundenkontaktpreis liege durch die Bluetooth-Low-Energy-Technik bei diesem Beispiel bei rund 0,12 Euro. muecke-sturm.de

Um kostenloses W-Lan vor Ort zu nutzen, würden 51 Prozent der Smartphone-Besitzer im Gegenzug ihre E-Mail-Adresse herausrücken. Via

Laut einer aktuellen Nielsen-Studie würden 55 Prozent der Deutschen in einem Geschäft nicht mit ihrem Smartphone oder Tablet zahlen, selbst wenn der Vorgang sicher sei. Lediglich 26 Prozent der Befragten können sich vorstellen, Produkte per Handy zu bezahlen. nielsen.com

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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