Mitarbeiter und Kunde gleichen Bestellung an Warenausgabe im B2B-Lager ab
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Wo B2B-Händler im Alltag Umsatz verlieren

57 Prozent der B2B-Unternehmen verlieren Umsatz durch Defizite in der Customer Experience. Wo genau, zeigt Matthias Schmidt-Pfitzner, Managing Director des Beratungsunternehmen Publicis Sapient in seinem Gastbeitrag.

Matthias Schmidt-PfitznerMatthias Schmidt-PfitznerManaging Director DACH, Publicis Sapient
4 Min.Aktualisiert am
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Was Entscheider kurzfristig tun können

Die Studie zeigt auch, dass viele Unternehmen KI-Piloten starten, aber kaum über Einzelprojekte hinauskommen. Weniger als ein Viertel skaliert unternehmensweit. Wirksame Veränderung beginnt nicht mit Technologie, sondern mit Klarheit über die eigenen Schwachstellen.

Drei Schritte schaffen sofort Orientierung: 

Der erste ist eine gemeinsame Bestandsaufnahme der umsatzkritischen Prozessmomente. Welche Kundenprozesse verursachen die meisten Servicekontakte und Korrekturen? Allein diese Übung schafft in vielen Organisationen erstmals eine gemeinsame Faktenbasis zwischen Vertrieb, Operations und IT.

Der zweite ist ein kleines Set an Kennzahlen, das operative Qualität messbar macht, etwa die Quote fehlerhafter Auftragsbestätigungen, der Anteil manueller Angebotsnacharbeit oder die durchschnittliche Klärungsdauer bei Rechnungsstreitigkeiten. Solche Metriken ersetzen Bauchgefühl durch Steuerbarkeit.

Der dritte ist sichtbare Datenverantwortung. Solange bei Stamm- und Bewegungsdaten keine klare Zuständigkeit existiert, fehlt die Grundlage für Automatisierung und intelligente Prozesssteuerung. Wer KI skalieren will, muss zuerst bei den Basics Ordnung schaffen.

Was dieser Ansatz nicht leisten kann

Dieser Blick hat Grenzen. Die Studie bildet vor allem große Unternehmen ab. Mittelständische B2B-Händler stehen vor anderen Herausforderungen, etwa bei Ressourcen und Fachkräften. Zudem löst operative Transparenz allein keine strukturellen Probleme. Wer Systeme nicht modernisiert, stößt auch mit besserer Datenklarheit irgendwann an technische Grenzen. Die beschriebenen Schritte ersetzen keine Transformation. Sie machen aber sichtbar, wo der Hebel am größten ist.

Zur Studie

Der zitierte Bericht kombiniert sechs qualitative Tiefeninterviews mit einer quantitativen Befragung von 151 Top-Entscheiderinnen und -Entscheidern aus dem B2B-Handel sowie der industriellen Lagerhaltung und Distribution (IDW). Die Befragten waren C-Level oder deren direkte Berichtslinien aus Großunternehmen in mehreren globalen Märkten. Erhoben wurde im Juli 2025 im Auftrag von Publicis Sapient durch die Information Services Group (ISG).

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Matthias Schmidt-Pfitzner
RedaktionMatthias Schmidt-Pfitzner

Managing Director DACH, Publicis Sapient

Matthias Schmidt-Pfitzner ist seit März 2022 Managing Director der DACH-Region bei der Digitalberatung Publicis Sapient. Zuvor leitete er fünf Jahre lang McKinsey Digital; weitere Stationen seiner mehr als 25-jährigen Karriere in der Digitalwirtschaft waren unter anderem Deutsche Telekom, King, Yahoo, ricardo.de und AOL Europe.

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